Erster Sprengsatz erfolgreich gezündet

Neue Einfahrt ins Gadertal: Trotz der Unwetter im Zeitplan

Montag, 20. Januar 2020 | 17:55 Uhr

St. Lorenzen – Mit der Zündung der ersten Sprengladung fiel heute der Startschuss zum Bau des Südportals des Tunnels für die neue Einfahrt ins Gadertal. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hat zusammen mit Valentino Pagani, Direktor der Landesabteilung Tiefbau, und dem Bürgermeister von St. Lorenzen, Martin Ausserdorfer, die erste Sprengladung für den Ausbruch des Tunnels gezündet. Anwesend waren auch die Bürgermeister Albert Palfrader (Mareo), Giorgio Costabiei (St. Martin in Thurn), Angel Miribung (Wengen), Iaco Frenademetz (Badia) und Robert Rottonara (Corvara).

Trotz Unwetter gut im Zeitplan

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider erinnerte an die Unwetter vom November 2019: “Auch wenn diese Wettererignisse Verzögerungen am Bau und zusätzliche Sicherungsarbeiten im Bereich Kniepass nötig machten, schreiten die Arbeiten sehr gut voran. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Landesämtern, den Baufirmen und der Gemeinde sind wir derzeit gut im Zeitplan.” Mit der neuen Einfahrt könne man in Zukunft die Verkehrsströme in und aus dem Gadertal besser lenken und auch die Pustertaler Straße weiter entlasten können. Der Bau der neuen Einfahrt sei ein Teil des Gesamtkonzeptes für das Verkehrsmanagement auf der gesamten Pustertaler Staatsstraße. “Ziel ist es, dass der Verkehr flüssiger wird – und dies nicht nur durch neue Straßenbauten, sondern auch durch den Ausbau des Zug- und Busangebots”, sagte Alfreider.

Bürgermeister Martin Ausserdorfer unterstrich, dass die Abstimmung zwischen Land und Gemeinde bei der Optimierung des Projektes hervorragend war. Auf Augenhöhe habe man mit den Technikern stets nach Lösungen suchen können. Dies gelte laut Ausserdorfer auch für die ausführenden Firmen, die sehr viel Respekt gegenüber der Bevölkerung aufbringen. Die Bauarbeiten verlaufen bisher sehr professionell und ohne größere Belastung. “Die gesamte Gemeinde wartet hart auf die Fertigstellung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes”, sagte Ausserdorfer.

Auf Nordseite bereits 78 Meter vorangekommen

Abteilungsdirektor Valentino Pagani erläuterte weiters den bisherigen Baufortschritt und die nächsten Schritte. “Die Bietergemeinschaft Strabag, Alpenbau, Moser & CO. und Geobau führt derzeit Bohrungen für den 990 Meter langen Bau des Tunnels beim Kniepass-Stausee durch und bereitet den Brückenbau vor”, so Pagani. Derzeit sind 78 Meter des Tunnels verwirklicht. In das Projekt wird auch die Planung des neuen Radweges entlang des Flusses unter der neuen Brücke integriert, um die Radmobilität auf der Strecke weiter zu fördern. Der Bürgermeister von Corvara Robert Rottonara unterstrich auch im Namen seiner Gadertaler Kollegen die große Bedeutung der neuen Einfahrt für die Wirtschaft und den Tourismus des gesamten Tales.

Neuer Kreisverkehr geplant

Auf eine Verbesserung der neuen Einfahrt ins Gadertal hatten sich Land, Bietergemeinschaft und Gemeinde St. Lorenzen verständigt: Anstatt eines planfreien Knotens ist nun ein Kreisverkehr über der Pustertaler Straße geplant, mit den dafür notwendigen Ein- und Ausfahrten aus allen Richtungen. Die neue Einfahrt ins Gadertal mit dem Tunnel Pflaurenz beginnt im Bereich der Abzweigung zum Gewerbegebiet Aue und endet bei der Anbindung an die Pustertalerstraße (SS 49). Die Einfahrt ins Gadertal wird etwa 400 Meter vor dem Sonnenburg-Tunnel gebaut, und zwar mit einem Kreisverkehr über der Pustertaler Straße. Die Zufahrt überquert den Kniepass-Stausee dann den Klosterwald bis hinter die Eisenbahnlinie mit einer 140 Meter langen Brücke und mündet dann in den einen rund einen Kilometer langen Tunnel. Der Tunnel schließt südlich an die bestehende Gadertaler Straße.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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10 Kommentare auf "Neue Einfahrt ins Gadertal: Trotz der Unwetter im Zeitplan"


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tomsn
tomsn
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Warn di Politika et kem a Show zu mochn warnse no Schnella. Lei Leit auholtn…..

Jiminy
Jiminy
Superredner
1 Monat 3 Tage

die Politik lebt von Shows… andere hätten mehrere Selfies gemacht 😁

jaennerfebruarmaerz
1 Monat 3 Tage

kein fleissiger arbeiter im bild. kein politiker weis wie ein sprengkörper gebaut wird.

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
1 Monat 3 Tage

@jaennerfebruarmaerz Wenn man es nicht besser weiß, sollte man sich zurückhalten. Alfreider ist Politiker, weiß aber wie ein Sprengkörper gebaut, wann und wo er platziert und wie er gezündet wird. Er hat vor seiner politischen Karriere lange als Ingenieur auf der BBT Baustelle gearbeitet. Er ist also wohl der einzige, der auf diesem Bild weiß, was er tut….

tim rossi
tim rossi
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Aussn mit die €€€€!!!

fritzol
fritzol
Superredner
1 Monat 3 Tage

ist der alfreider jetzt bei der Strabag. in Helm hot er ja schun, beim bauen kennt er sich ja aus net nur Tunnels auch heuhütten gehören zu seinen Programmen 😃😃😃

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
1 Monat 3 Tage

Arbeitssicherheit gilt auch für Politiker! Beim Sprengen muss man eine Signalveste und einen Helm aufhaben. Da sind mir die drei Bürgermeister im Hintergrund schon suspekter…keine Arbeitssicherheitsmaßnahmen zu sehen, obwohl sie in einer Baustelle unterwegs sind… 🙂

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

de kreuzung war viel zu billiger kemen ,wenn sie bei der gadertaler ausfahrt  eine “rotonda ” gmocht hattn,glei wie man übo der bruckn umi kimp

Dolomiticus
Dolomiticus
Superredner
1 Monat 3 Tage

Taixl, zemm hasch gmiaßt a Rotonda mit 500 m Durchmesser bauen, damit sich nicht der Verkehr von Bruneck, Brixen und Gadertal nicht sofort festfährt und keiner mehr aus dem Kreisverkehr rauskommt…

Iatz woll
Iatz woll
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Das waren Arbeiten mit absoluter Priorität, längst schon ausständig. Fehlt noch die Umfahrung von Kiens, dann passt es einigermaßen auf der “Puschtra Route”.

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