14 Ärzte haben begonnen

Neue Sonderausbildung für Allgemeinmediziner gestartet

Freitag, 08. September 2017 | 11:05 Uhr

Bozen – 14 Ärztinnen und Ärzte haben vor Kurzem die dreijährige Sonderausbildung in Allgemeinmedizin begonnen. “Es freut mich, dass es wieder so viele gibt, die diesen Beruf ausüben wollen”, sagte Gesundheitslandesrätin Martha Stocker bei der Auftaktveranstaltung. Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen sollen in Zukunft vermehrt vor Ort betreut werden. “Die Hausärzte sind einer unserer wichtigsten Partner beim Ausbau dieser wohnortnahen Versorgung”, erklärte Stocker und ermutigte die Teilnehmer, sich im Laufe ihrer Ausbildung auch mit dem Land Südtirol, seiner Geschichte, Sprache und Kultur zu befassen.

Die Ausbildung zum Allgemeinmediziner dauert drei Jahre. Sie setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Die Jungärzte absolvieren Praktika in 13 Krankenhausabteilungenund praktizieren insgesamt 44 Wochen lang bei Hausärzten. Im theoretischen Teil vermitteln Fachärzte den jungen Medizinern Aspekte aus ihrem jeweiligen Gebiet, die in einer Praxis für Allgemeinmedizinrelevant sein können. Die Ärzte, die an diesem Kurs teilnehmen, erhalten ein monatliches Stipendium und verpflichten sich dazu, in den fünf Jahren nach Abschluss der Ausbildung zwei Jahre als Allgemeinmediziner in Südtirol zu arbeiten. Machen sie das nicht, müssen sie das Stipendium zurückzahlen. Das gleiche gilt für Teilnehmer, die die Ausbildung abbrechen.

Von den 14 Ärzten, die am Lehrgang 2017-2020 teilnehmen, stammen sechs aus Südtirol, acht aus anderen Regionen Italiens. Der Zweisprachigkeitsnachweis A oder das Bestehen einer gleichwertigen Sprachprüfung für Ärzte war Voraussetzung für die Teilnahme am Lehrgang.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Neue Sonderausbildung für Allgemeinmediziner gestartet"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
wellen
wellen
Grünschnabel
12 Tage 8 h

Wie, con 14 dringend benötigten Hausärzten sind 8 Teilnehmer aus anderen Regionen Italiens. Wie kommt Südtirol dazu denen die Fachausbildung zu finanzieren und sie sind nach 2 Jahren wieder weg. Wo bleiben die einheimischen Anwärter?

wpDiscuz