Von: APA/Reuters/dpa
Aus Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump werden an diesem Samstag in den USA landesweit Millionen Menschen auf Demonstrationen und zu Kundgebungen erwartet. Die Organisatoren der sogenannten “No Kings”-Bewegung planen nach eigenen Angaben mehr als 3200 Veranstaltungen in allen 50 Bundesstaaten. Sie hoffen auf den größten gewaltfreien Protesttag in der Geschichte der USA. Auch in Wien ist eine Kundgebung geplant.
Zentrale Kundgebungen sind in Metropolen wie New York, Los Angeles, der Hauptstadt Washington sowie in Minneapolis geplant. Zwei Drittel der Teilnehmer werden jedoch in kleineren Städten und Orten erwartet. “Die entscheidende Geschichte der Mobilisierung an diesem Samstag ist nicht nur, wie viele Menschen protestieren, sondern wo sie protestieren”, sagte Leah Greenberg, Mitbegründerin der Gruppe Indivisible, die die “No Kings”-Proteste gegen den Republikaner Trump mitorganisiert. Die Veranstalter verzeichnen nach eigenen Angaben auch in stark republikanisch geprägten Bundesstaaten wie Idaho, Wyoming, Montana und Utah großen Zulauf.
Es ist der dritte landesweite “No Kings”-Aktionstag. Die Bewegung war im vergangenen Jahr an Trumps Geburtstag am 14. Juni ins Leben gerufen worden und zog damals an rund 2100 Veranstaltungsorten schätzungsweise vier bis sechs Millionen Menschen an. Der zweite Aktionstag fand im Oktober statt, nach Einschätzung von Datenanalysten beteiligten sich daran noch mehr Menschen.
Trump im Umfragetief
Das Weiße Haus spielte die Bedeutung der Proteste herunter. Sprecherin Abigail Jackson erklärte, nur Journalisten interessierten sich dafür. Es handle sich um Therapiesitzungen für Menschen, die am sogenannten Trump-Derangement-Syndrom litten. Mit dem Begriff unterstellen Trump-Anhänger Kritikern des Präsidenten, dass diese jegliches Urteilsvermögen verloren hätten und daher irrational und geradezu hysterisch Trump ablehnen würden. Der Präsident ist mit niedrigen Umfragewerten konfrontiert. Im November stehen Zwischenwahlen an. Trump selbst steht dabei nicht zur Wahl. Aber die Republikaner müssen ihre Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen, damit Trump nicht gegen den Kongress regieren muss.




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