Kritik der STF

Proporz: “Ausländer von heute sind Italiener von morgen”

Mittwoch, 17. August 2016 | 12:20 Uhr

Bozen – Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit betrachtet die “nicht enden wollenden Zuwanderungswelle als ernsthafte Bedrohung für das langfristige Überleben unserer deutsch- und ladinischsprachigen Volksgruppe im Staat Italien. Dies vor allem deshalb, da sich die Ausländer vorwiegend in die italienische Sprachgruppe eingliedern. Statistische Daten untermauern die Befürchtungen der Bewegung. Der Proporz, die wichtigste Säule der Autonomie, wird dadurch untergraben. Es ist fünf vor zwölf!“

Das Südtiroler Statistikamt ASTAT kommt laut der Bewegung zu einem eindeutigen Schluss: „Da Ausländerinnen eine relativ hohe Fruchtbarkeit an den Tag legen, werden die künftigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund zahlenmäßig beträchtlich zulegen! Auch sie werden die italienische Staatsbürgerschaft bekommen, sobald ein Elternteil eingebürgert wurde. Und diese Einbürgerungen steigen rasant“, zeigt Stefan Zelger, Landesleitungsmitglied der Südtiroler Freiheit auf. „Alleine in den Jahren von 2011 bis 2015 wurde rund 3.000 Nicht-EU-Ausländern in Südtirol die italienische Staatsbürgerschaft verliehen. Eine Steigerung von über 340 Prozent in nur fünf Jahren!“ Mit der anhaltenden Zuwanderungswelle werde sich die Situation weiter verschärfen und potenzieren, befürchtet die Süd-Tiroler Freiheit.

„Die Daten zeigen auch deutlich, dass sich die Mehrheit der Ausländer in die italienische Sprachgruppe eingliedert“, gibt Bernhard Zimmerhofer, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit zu bedenken. „Sie leben hauptsächlich in den Städten, vor allem in Bozen; und dementsprechend gehen ihre Kinder in die italienischen Schulen. Die Ausländer von heute sind die Italiener von morgen! Durch diese unkontrollierte Einwanderungswelle wird nicht nur der Proporz zu Ungunsten der Süd-Tiroler verschoben, sondern auch das sprachlich-kulturelle Überleben der Südtiroler langfristig gefährdet.“

Die Süd-Tiroler Freiheit richtet einen Appell an die Landesregierung: „Wenn nicht bald gesetzliche Bestimmungen geschaffen werden, um die Einwanderung zu begrenzen und die in Süd-Tirol lebenden Ausländer ganz gezielt in die deutsche und ladinische Sprachgruppe zu integrieren, wird es für Südtirol ein schlimmes Erwachen geben. Wenn wir nicht irgendwann als Minderheit im eigenen Land enden möchten, müssen wir sofort handeln!“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

8 Kommentare auf "Proporz: “Ausländer von heute sind Italiener von morgen”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
elmar
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

solange Sie beide Sprachen sprechen und sich auch wirklich Integrieren dürfte es kein Problem sein

Bipa
Neuling
1 Monat 11 Tage

leider passiert oefter, das wenn man mit auslaender deutsch spricht-oder moechte, so sehen sie einen verdutzt oder gar veraergert an – armes poli./assimiliertes suedtirol mit voller geld und reichen leuten…

Jogl
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Die Landesregierung wird nichts tun, im Gegeteil die Einwanderung forcieren, um möglichst viele illegale Einwanderer aufzunehmen,
dadurch auch Stimmen für die Wahlen bekommen.Und auch die italienische Sprache wird gefördert, um sich Rom mehr anzunähern.
Südtirol wird einfach ausverkauft. Es gibt kein Zurück mehr, da werden auch die nächsten Wahlen nichts mehr ändern können.  😭

josef.t
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Der “Proporz” ist längst überfällig, auch wenn er früher
gerechtfertigt war.
Im öffentlichen Bereich “Zweisprachigkeit” Deutsch-
Italienisch (streng) zu beachten, privat entscheidet so
und so der Arbeitsmarkt.

MartinG.
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage
Natürlich gibt es das Problem; sehe es besonders in Bozen. Zum anderen Teil der Wahrheit gehört aber auch, dass es von Seiten der “Patrioten” lange Zeit sehr gerne gesehen wurde, dass die Ausländer allesamt in der italienischen Schule landen. So blieb aus deren Sicht die Schule “rein deutsch”; nun sieht man die Konsequenzen. Zudem haben die Ausländer gleich wie die Italiener von Selbstbestimmung&Separatismus nichts Gutes zu erwarten; und fülen sich lieber zu dem Land näher hingezogen, das sie aufgenommen und ihnen die Staatsbürgerschaft gegeben hat. Das Problem ist aber, dass die Einwanderung aus einem anderen Kulturkreis&mangelnde Integration allgemein den Frieden… Weiterlesen »
00
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Gut abgekupfert Herr Zimmerhofer, dieses Thema hat schon eine andere Partei vorher aufgeworfen.

Dublin
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Probierts ihnen mal a Schützengwandl unzulegn.

Blue
Tratscher
1 Monat 11 Tage

aus und gschechn isch iatz noar . stopp dem wahnsinn . do kriag mans mit der ongst um existenz zu tian . HELP …

wpDiscuz