US-Sondergesandter Witkoff war seit Kriegsbeginn noch nicht in Kiew

Selenskyj stellt Besuch von Witkoff in Kiew in Aussicht

Mittwoch, 29. Juli 2026 | 17:29 Uhr

Von: importer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stellt einen baldigen Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Aussicht. Es sei möglich, dass Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in den kommenden zwei Wochen zu Beratungen nach Kiew kommen, sagte er am Mittwoch dem US-Nachrichtenportal “Axios”. Die Vermittler waren seit Kriegsbeginn noch nicht in der Ukraine, während Witkoff als Sondergesandter bereits siebenmal in Russland war.

Er bemühe sich zudem vor dem Winter um 300 Patriot-Luftabwehrraketen. Denn er erwarte, dass Moskau seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur im Winter wieder verstärken werde, sagte Selenskyj weiter. Der ukrainische Präsident hatte am Dienstag Trump in Washington besucht. Dabei ging es um die Wiederbelebung der Friedensverhandlungen mit Russland und eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr. Selenskyj zufolge stimmte Trump zu, der Ukraine Lizenzen für die Produktion von Patriot-Raketen zu erteilen. Er hofft dadurch, die Produktion der dringend benötigten Abwehrraketen selbst schneller steigern zu können, sagte Selenskyj im Interview mit Fox-News.

Die Patriot-Systeme sind für die Ukraine das einzige wirksame Mittel gegen Russlands ballistische Raketen. Schon im Frühjahr hatte Selenskyj beklagt, dass sein Land kaum noch Munition dafür habe. Der US-Krieg gegen den Iran verknappte die weltweiten Bestände der Abwehrraketen weiter. Nach UNO-Angaben hatte Russland mit ballistischen Raketen im Juni die meisten ukrainischen Zivilisten in einem Monat seit April 2022 getötet. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 mit westlicher Unterstützung gegen den von Russland begonnenen Angriffskrieg.

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