Schnittstelle zwischen wohnortnaher Versorgung und Krankenhaus

Sieben Betten für intermediäre Pflege in Sarnthein

Mittwoch, 06. Dezember 2017 | 11:38 Uhr

Sarnthein – Schon seit 2007 ist die ehemalige “Infermerie” von Sarnthein eine Schnittstelleneinrichtung zwischen wohnortnaher Versorgung und Krankenhaus. Die Schnittstelleneinrichtung soll nun, wie vom Landesgesundheitsplan 2016-2020 vorgesehen, als intermediäre Struktur eingestuft werden.Insgesamt gibt es sieben Betten für die akute und für die post-akute Versorgung. Ziel dieses Projekts ist es, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und wohnortnahen Betreuungseinrichtungen zu verbessern, auch, um die Betreuungskontinuität zu gewährleisten und die Zahl nicht unbedingt notwendiger Krankenhausaufenthalte zu verringern. Zudem werde auf diesem Weg auch die Möglichkeit unterstützt, dass ein Patient so lange wie möglich zu Hause, in seinem eigenen Umfeld, betreut werden kann.

Aufgenommen werden Patienten aus dem Einzugsgebiet der Gemeinde Sarntal, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes entweder in das Krankenhaus eingewiesen werden müssten oder die aus dem Krankenhaus entlassen werden könnten, für eine bestimmte Zeit aber eine Rund-um-die-Uhr-Pflege oder -Beobachtung brauchen, und diese zu Hause nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Auf Grundlage des Landesgesundheitsplans hat die Landesregierung am gestrigen 5. Dezember beschlossen, dass die sieben Betten für die akute und die post-akute Versorgung in Sarnthein als Intermediärbetten geführt werden. Sobald die Kriterien für die Bewilligung und Akkreditierung von Krankenhauseinrichtungen und ähnlichen Einrichtungen mit Intermediärbetten vorliegen, wird diese Schnittstelleneinrichtung neu bewertet. Zudem wird die Akkreditierung für die Schnittstelleneinrichtung zwischen wohnortnahen Versorgungseinrichtungen und Krankenhaus bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

Für Gesundheitslandesrätin Martha Stocker ist Sarnthein nicht nur ein gutes Beispiel dafür, wie der Landesgesundheitsplan umgesetzt werden kann, sondern auch dafür, wie Einrichtungen in der Nähe des Wohnorts aufgewertet werden können. “Auch dank dieser Einrichtungen für die intermediäre Pflege wird es möglich sein, qualitativ hochwertige medizinische Betreuung immer flächendeckender anzubieten”, betont sie, gleichzeitig könne die Arbeitsbelastung der Krankenhäuser verringert werden.

Derzeit arbeiten in der Sarner Einrichtung Krankenpfleger, Pflegehelfer und vier Allgemeinmediziner, die jeweils ihre eigenen Patienten betreuen.

Von: ao

Bezirk: Salten/Schlern

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