Beleidigungen und Verleumdungen nicht tolerierbar

SJR findet: “Südtirol darf ruhig bunter und diverser werden”

Donnerstag, 22. Januar 2026 | 12:49 Uhr

Von: luk

Bozen – Der Südtiroler Jugendring (SJR) unterstützt ausdrücklich die Äußerung Neha Bhatis, Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft, dass Südtirol „ruhig bunter und diverser werden“ dürfe.

Das SJR-Leitbild sehe ganz klar vor, dass es in unserer Gesellschaft Brückenbauer zwischen Kulturen und Sprachgruppen, zwischen Religionen, Geschlechtern und Generationen braucht. “Dafür benötigt es das Bewusstsein für die eigene Identität, Geschichte und gesellschaftliche Traditionen. Ebenso muss kulturelle Vielfalt als Bereicherung und als unverzichtbarer Reichtum erkannt werden. Die von der Jungen Süd-Tiroler Freiheit getroffenen Aussagen stehen folglich nicht im Einklang mit dem Leitbild des SJR.”

In Bezug auf die Debatte in den sozialen Netzwerken legt der Südtiroler Jugendring Wert auf die Feststellung, dass das Menschenrecht Meinungsfreiheit eine wichtige Säule der Demokratie ist; Beleidigungen und Verleumdungen jedoch nicht unter die Meinungsfreiheit fallen. „Offen rassistische und polarisierende Aussagen sowie Beleidigungen sind nicht zu tolerieren. Es darf nicht das Ziel sein, die Gesellschaft zu spalten. Die Wortwahl und die Ausdrucksweise sind überaus wichtig, dessen sollte sich jede und jeder verstärkt bewusst sein, um gegen die zunehmende Verrohung der Sprache in unserer Gesellschaft anzukämpfen“, so Katja Oberrauch.

Selbstverständlich stehe es der Südtiroler HochschülerInnenschaft – wie auch allen anderen Vereinen – zu, selbst zu entscheiden, inwieweit sie sich in gesellschaftspolitische Themen einbringen möchten, da es auch um Partizipation und Teilhabe gehe, so der Südtiroler Jugendring des Weiteren.

„Wir finden den offensichtlichen Rechtsruck in unserer Gesellschaft sehr bedenklich und weisen nochmals darauf hin, wie wichtig politische Bildung und Teilhabe sind“, so Katja Oberrauch, SJR-Vorsitzende, abschließend.

Bezirk: Bozen

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