Ausbau personeller und finanzieller Ressourcen

Sprachförderung: Antrag von Widmann im Landtag angenommen

Donnerstag, 15. Januar 2026 | 13:36 Uhr

Von: mk

Bozen – Der Südtiroler Landtag hat heute den Beschlussantrag Nr. 361/25 – eingereicht vom Abgeordneten Thomas Widmann – zur intensiven Sprachförderung genehmigt. Der beschließende Teil wurde dabei durch einen Ersetzungsantrag ersetzt und in dieser Form angenommen. Ziel ist es, Kindern mit unzureichenden Sprachkompetenzen bessere Bildungschancen zu eröffnen und sie gezielt in den Regelunterricht zu integrieren.

„Sprache ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Bildungslaufbahn und für gesellschaftliche Teilhabe – gerade in einem mehrsprachigen Land wie Südtirol“, erklärt der Landtagsabgeordnete Widmann. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, im Landtag einen gemeinsamen Weg zu finden und diesen wichtigen Beschluss mit breiter Zustimmung zu verabschieden.“

Der angenommene Ersetzungsantrag verpflichtet die Landesregierung, Projekte zur intensiven Sprachförderung umzusetzen, die sich an Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Sekundarstufe I richten. Kinder, deren Sprachkompetenzen in der jeweiligen Unterrichtssprache unter dem altersgemäßen Niveau liegen, sollen durch gezielte, gruppenteilige Förderung durch speziell geschulte Fachkräfte besser in die regulären Klassen integriert werden.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt zudem auf dem Ausbau personeller und finanzieller Ressourcen. Insbesondere sollen qualifizierte Sprachförderlehrkräfte gesichert und zusätzliche Fachkräfte durch gezielte Maßnahmen rasch professionalisiert werden.

„Entscheidend ist, dass Sprachdefizite nicht länger mit mangelnder Leistungsfähigkeit gleichgesetzt werden“, betont Widmann. „Mit diesem Beschluss stellen wir klar: Es geht um Förderung und Befähigung – nicht um Ausgrenzung oder Stigmatisierung.“

Begleitet werden sollen die Projekte von einer wissenschaftlichen Evaluation. Die Landesregierung ist verpflichtet, die Lerngruppen wissenschaftlich begleiten zu lassen und dem Landtag in der Folge einen Bericht vorzulegen, der insbesondere Lernerfolge, Integrationseffekte und die Übertragbarkeit auf andere Schulen beleuchtet.

„Dass dieser Beschluss in Form eines Ersetzungsantrags gemeinsam weiterentwickelt und schließlich angenommen wurde, ist ein sehr positives Signal“, so Widmann abschließend. „Es zeigt, dass beim Thema Bildung und Chancengerechtigkeit konstruktive Lösungen möglich sind – im Interesse der Kinder und des gesamten Bildungssystems.“

Bezirk: Bozen

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