Debatte in Meran

Standseilbahn: Grüne werfen Stadtregierung „Zickzack-Kurs“ vor

Donnerstag, 12. Oktober 2023 | 12:00 Uhr

Meran – Der Meraner Gemeinderat gibt nun doch ein Gutachten zum Landesmobilitätsplan ab. SVP, Alleanza und Civica haben ein paar Tage vor Ende der Frist eine Sitzung einberufen.  – drücken sich aber weiterhin vor einer klaren Position zur Standseilbahn und zum öffentlichen Verkehr.

Die Grünen hatten bereits Anfang September SVP, Alleanza und Civica aufgefordert das vom Gesetz vorgesehene Gutachten zum Landesmobilitätsplan in den Gemeinderat zu bringen und damit eine breite Debatte anzustoßen, im Anschluss dann dem Land die Wünsche und Bedürfnisse der Passerstadt offiziell zu übermitteln. Diesen Freitag, ein paar Tage vor Ende der Frist, tagt der Gemeinderat dazu. Die Grünen begrüßen, dass SVP, Alleanza und Civica einige ihrer Vorschläge im Gutachten übernommen haben, wie die Errichtung einer Zughaltestelle in Sinich. „Eine vom damaligen Bürgermeister Rösch und der ehemaligen Stadträtin für Mobilität Rohrer beauftragten Studie bezifferte die möglichen Nutzer der Haltestelle auf 150.000 Personen pro Jahr“, so die Grünen.

Zur straßenunabhängigen Verbindung würden SVP, Alleanza und Civica hingegen immer noch keine klaren Worte finden, erklären die Grünen: „So wird der ursprüngliche Vorschlag des Bürgermeisters, die Talstation am Karl-Wolf Parkplatz errichten zu wollen, wieder zurückgenommen.“ Der unter Bürgermeister Paul Rösch verabschiedete Masterplan zur Stadtentwicklung habe die Talstation in der Galileistraße vorgesehen.

„SVP, Alleanza und Civica wollen sich laut ihrem Gutachten mit dem Projekt zur straßenunabhängigen Verbindung erst befassen, sobald das Optimierungsverfahren abgeschlossen sei“, so die Grünen. Sie kündigen daher einen Antrag zur Änderung des Gutachtens zum Landesmobilitätsplan an.

„Die Naherholungszone Lazag muss durch eine Trasse auf der flussabwärts rechten Seite der Passer geschützt werden, es muss eine gleichermaßen attraktive Anbindung zwischen Meran und Dorf Tirol vorgesehen werden und die Nutzung der Standseilbahn muss mit dem Südtirolpass zu einem fairen Preis erfolgen“, so die Grünen.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare
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Paladin
Paladin
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage
“Eine vom damaligen Bürgermeister Rösch und der ehemaligen Stadträtin für Mobilität Rohrer beauftragten Studie bezifferte die möglichen Nutzer der Haltestelle auf 150.000 Personen pro Jahr”. Wie viele davon sind Pendler, Einheimisch und wie viele Touristen? Die Standseilbahn macht überhaupt nur dann Sinn, wenn eine Verbindung direkt vom Bahnhof zur Handwerkerzone geht und von dort aus zwei weitere Möglichkeiten einmal nach Dorf Tirol und einmal nach Schenna gegeben sind. Beides sieht der Plan nicht vor. Es wird dadurch nicht weniger Verkehr geben, sondern die Stadtviertel und Bewohner werden mehr belastet werden. Busse werden sich durch Wohnviertle durchwurschteln müssen und von der Handwerkerzone kommt man ohne… Weiterlesen »
Zugspitze947
1 Monat 29 Tage

Paladin: Quatsch ,da können viele Pendler mit der Bahn fahren und werden von der Talstation mit Bussen zur Arbeit gebracht . 🙂

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 29 Tage

Diese Bahn soll errichtet werden, möglichst schnell

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