„Gehen, bevor es zu spät ist!“

STF: „Italiens Banken und Wirtschaft am Ende“

Freitag, 21. April 2017 | 12:54 Uhr

Bozen – Italiens Wirtschaft und seine Banken stehen so schlecht da wie selten zuvor. Dies erklärt zumindest die Süd-Tiroler Freiheit. Der Staat steuere geradewegs auf einen Kollaps zu. Die Bewegung stützt diese These auf die neusten Zahlen des Wirtschafts- und Finanzministeriums, sowie auf eine Studie von „Mediobanca“. Demnach wächst die Staatsverschuldung weiterhin rasant und 114 der knapp 500 Banken in Italien kämpfen mit Turbulenzen.

„Im Hintergrund lauert derweil das Gespenst Beppe Grillo mit seiner Chaosbande“, so die die Süd-Tiroler Freiheit. Die Bewegung fordert: „Runter von der Titanic, bevor es zu spät ist!“

„Matteo Renzi hatte vor drei Jahren kühne Pläne: Der heurige Staatshaushalt sollte nahezu ausgeglichen sein. Keine neuen Schulden mehr. Tatsächlich wurde der Neuverschuldungsplan um das Siebenfache verfehlt! Die Staatsverschuldung ist die zweithöchste Europas. Und die Verschuldung steigt munter weiter. Im Staatshaushalt klafft ein Loch von 35 Milliarden Euro (was dem siebenfachen Jahresbudget Südtirols entspricht). Dieses Geld wird sich der Staat vor allem durch Steuererhöhungen hereinholen“ zeigt sich Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit, überzeugt. „Die Mehrwertsteuererhöhung, die spätestens nach der Neuwahl des Parlaments kommt, wird nur der Anfang sein. Wir Südtiroler dürfen die Suppe mit auslöffeln, die uns Italien eingebrockt hat. Die Bürger werden noch mehr belastet!“

Ähnlich desolat sehe es bei den Banken aus. „Knapp 23 Prozent aller italienischen Banken weisen eine sogenannte Texas-Rate von über 100 Prozent auf. Die Kennzahl misst vereinfacht gesagt die Deckung von Problemkrediten durch Eigenmittel. Steigt die Kennzahl auf über 100 Prozent, wird es kritisch für die Geldhäuser. 114 Banken haben diesen Wert bereits überschritten. 52 weisen eine Rate von über 150 Prozent auf, 24 Banken gar über 200 Prozent. Weitere staatliche Rettungsaktionen sind deshalb möglich, welche die Staatsschuldenspirale weiter nach oben treiben werden“, erklärt die Bewegung.

Die Süd-Tiroler Freiheit warnt vor diesem Hintergrund: „Italien wird, wenn es um das Überleben des Staates geht, keine Rücksicht auf Südtirol nehmen. Der Staat hat das sogenannte Mailänder Abkommen nach nur wenigen Monaten gebrochen. Wenn es hart auf hart kommt, wird er sich auch um das neue Finanzabkommen nicht scheren. Es ist Zeit, endlich die Unabhängigkeit von Italien einzuleiten.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "STF: „Italiens Banken und Wirtschaft am Ende“"


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gauni2002
gauni2002
Superredner
2 Tage 19 h

Die Lösung ist doch sooo einfach; raus aus der EU und den Euro zum Scheiterhaufen. 

Tabernakel
Tabernakel
Universalgelehrter
2 Tage 17 h

Ähnlich wie die deutsche NPD und AFD ist auch die STF am Ende.

MartinG.
MartinG.
Tratscher
2 Tage 13 h
Bei der STF hat man(wie fast immer) null Ahnung; es geht längst um das Überleben des Euro und der EU als Ganzes: “Einen Euro ohne Frankreich könne man sich nicht vorstellen, heißt es im Umfeld des Ministers. Auch nicht ohne Italien. Allein der Fakt, dass diese Diskussion inzwischen geführt werden muss, zeigt, wie ernst die Lage ist.” https://www.welt.de/wirtschaft/article163882266/Schaeubles-Problem-ist-dass-er-oft-vieles-besser-weiss.html Wenn große Länder den Euro verlassen, ist der EU wohl als Ganzes Geschichte; die Verantwortlichen haben das längst verstanden; deshalb wird es auch(wie ich seit 2010 sage) keinen Grexit geben(siehe Dominoeffekt). Der Horizont der STFler endet in Salurn; sie sind unfähig in… Weiterlesen »
matthias_k
matthias_k
Universalgelehrter
1 Tag 21 h
ganz genau …. du hast es sehr gut zusammengefasst.  Aber diese Meldung der STF kommt eh so alle halbe Jahre; meißt sind nur einige Wörter ausgetauscht, Inhalt ist der selbe.  Was für mich unerklärlich ist, wie wollen sie damit mehr Leute für ihre Sache gewinnen?  Ich sage mit keinster Silbe, dass sie in gewissen Punkten nicht recht haben. Aber ihnen ist das Thema Wirtschaft/Finanzen ja total egal, wichtig ist das Italien-Bashing. Diese Masche hat früher noch ganz gut hingehaut mit so einer starken Persönlichkeit wie Klotz ….  Aber wenn ich mir dann solche Interviews von Atz-Tammerle anschaue, ist einem einfach… Weiterlesen »
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erika.o
erika.o
Grünschnabel
2 Tage 16 h
Natürlich wird Italien keine Rücksicht auf uns Südtiroler nehmen, im Gegenteil. Wo sonst soll man Steuergelder eintreiben, als da wo der Bürger noch einigermaßen bemüht ist. Nur Die Politiker und Manager Italiens hingegen scheren sich einen Dreck ums Überleben des Volkes und des eigenen Staates. Jeder einzelne von ihnen steckt sich selbst jährliche schwindelerregende Unsummen zu. Daß das auf Dauer nicht gut gehen kann ist uns wohl allen klar. Doch blickt man in die Vergangenheit, so hat es Italien immer wieder einen Weg gefunden sich aus misslichen Lagen zu befreien und ich bin mir relativ sicher, daß es dem Staat,… Weiterlesen »
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