Zimmerhofer verweist auf Provinz Vicenza

STF: “Migranten in anderen Regionen unterbringen”

Freitag, 24. April 2026 | 16:24 Uhr

Von: mk

Bozen – Geht es nach der Süd-Tiroler Freiheit, ließe sich Migration in Südtirol ganz anders regeln – „ohne dass die Südtiroler Gemeinden mit sonst schon knappem Wohnraum zum Handkuss kommen“, wie der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer erklärt. Eine konkrete Möglichkeit sieht er in unmittelbarer Grenznähe zu unserer Region.

Bis Juni 2026 sollen 94 der insgesamt 116 Gemeinden Südtirols verpflichtet werden, jeweils eine Flüchtlingsfamilie aus Bozen aufzunehmen. „Diese Maßnahme, initiiert von Soziallandesrätin Rosmarie Pamer, soll Bozen entlasten und die Integration fördern, stößt jedoch bei vielen Bürgermeistern aufgrund von Wohnungsmangel auf Kritik“, erklärt Zimmerhofer.

Andererseits gibt es laut Süd-Tiroler Freiheit viele Regionen in Italien, wo kleinere Orte auf dem Land vom Aussterben bedroht sind. „Inzwischen mehren sich die Gemeinden, die die Renovierung verlassener Häuser unterstützen“, so Zimmerhofer.

Laut Medienberichten würden in den Berggemeinden des Gebietes „Pasubio Piccole Dolomiti“ in der Provinz Vicenza verlassene Häuser zu einem symbolischen Preis von nur einem Euro angeboten – mit der Bedingung, dass sie mit eigenen Mitteln renoviert und anschließend bewohnt werden.

„Die drei Gemeinden verbindet, dass sie an der Grenze zum Trentino liegen und dadurch könnten solche Projekte über den sogenannten Grenzgemeindenfonds – Südtirol und Trentino zahlen je 40 Millionen Euro jährlich – unterstützt werden“, glaubt Zimmerhofer.

„Über solche Projekte könnte das Problem der Unterbringung relativ schnell gelöst werden“, schlägt die Süd-Tiroler Freiheit vor. Zimmerhofer kündigt an, eine Landtagsanfrage dazu einzureichen.

Bezirk: Bozen

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