STF erzürnt

STF: “Militärschießstand am Kalterer See ist ein Skandal”

Freitag, 17. Februar 2017 | 16:06 Uhr

Kaltern – Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit bekräftigt ihre ablehnende Haltung gegen den geplanten Militärschießstand direkt am Kalterer See. Insgesamt soll eine Fläche von mehr als sieben Tennisfeldern verbaut werden. Für die Bewegung ist es ein Skandal, “dass das italienische Heer hier einen weitgehend unberührten Fleck Landschaft in einer der schönsten Lagen Südtirols verschandelt. Der Standort grenzt zudem direkt an ein „Natura 2000“ Gebiet.”

Das Projekt sieht vor, auf dem Areal des sogenannten „Pulverlagers“ in Gmund, in unmittelbarer Nähe zum Kalterer See, einen teilweise begrünten Baukörper in Eisenbeton zu errichten. Insgesamt sollen sieben Schießbahnen errichtet werden. “Die Ausmaße dieses Monsterprojekts betragen 125 Meter Länge, 15 Meter Breite und fünf Meter Höhe. Das entspricht einer Fläche von mehr als sieben Tennisfeldern.” Für Stefan Zelger, Mitglied der Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit, besteht kein Zweifel: „Das Militär soll sich aus Südtirol verziehen, anstatt unsere Landschaft in Beschlag zu nehmen. Das hier eine der schönsten Gegenden unseres Landes für die Schießereien des Heeres herhalten muss, ist und bleibt ein Skandal! Das Gebiet um den Kalterer See ist ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Schießstand wird eine Beeinträchtigung für Anwohner, Gäste und die Tierwelt darstellen!“

Mit ihrem Protest ist die Süd-Tiroler Freiheit nicht alleine. “Zahlreiche Gemeinderäte des Unterlandes und Überetsches haben sich bereits gegen den Schießstand ausgesprochen. Auch die SVP-Unterland sprach sich gegen die Anlage aus! Erst vor kurzem wurde das endgültige Projekt dem Gemeinderat von Kaltern präsentiert und auch hier war die Stimmung durchgehend ablehnend.”

Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest: „Eine Entscheidung über die betroffenen Gemeinden hinweg ist nicht akzeptabel. Die Betroffenen sollen nicht resignieren und sich weiterhin gegen das Projekt einsetzen. Das Militär soll seine Schießübungen irgendwo in Italien abhalten und nicht Mitten in einem unserer Naturjuwelen. Ihr seid hier nicht willkommen!“

Von: luk

Bezirk: Überetsch/Unterland

Kommentare

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9 Kommentare auf "STF: “Militärschießstand am Kalterer See ist ein Skandal”"


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bon jour
Tratscher
1 Monat 5 Tage

wenn etwas italienisch ist, ist die STF immer dagegen.

Gagarella
Superredner
1 Monat 5 Tage

@bon jour   Wie Recht du hast. Kann es daran liegen, dass Südtirol nicht Italien ist? Wenn die Süd-Tiroler Freiheit für Italien wäre, dann bräuchten sie nicht immer dagegen sein, wenn etwas Italienisch ist.
Ich bin auch für das Deutsche, weil ich eben Deutscher Muttersprache bin, und kein Italiener. Auch wenn Süd-Tirol schon fast 100 Jahre bei Italien unfreiwillig ist, sind wir noch lange nicht Italiener. Und die STF hat Recht, den Schießhaufen sollen sie unten irgendwo im Stiefel bauen, und nicht hier oben bei uns.

urban
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

@Gagarella
ach gaga…. so einen schmarrn was du schreibst. ich währe froh wenn ich mehrere sprachen könnte als nur deutsch und italienisch. muttersprache hin oder her ich kann mich gut verständigen und habe kein problem damit. denk nicht so kleinkariert, falls du es noch nicht weißt:!
es gibt noch andere sachen auf der welt und wenn es dich stört auch andere orte zum leben.

matthias_k
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

das amüsanteste an Gagarella’s Anti-Italien-Hasstiraden ist, dass er einfach nicht einsehen will, wie tief nationalistisch seine Aussagen sind 🙂 
nein nein, der friedliche Patriot hasst die Italiener nur, aber er ist keine Nationalist 😉 
aber die Ideologie des Gaga hat ja noch nie Sinn gemacht seit er hier seine Meinung zum Besten gibt; verstehen tuts eh nur er selber. und dafür ein Halleluja

Tabernakel
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

@Gagarella Du wolltest doch auswandern? Warum immer noch hier?

Soraya7
Neuling
1 Monat 5 Tage

Das alles hat nichts mit “deutsch” oder “italienisch zu tun. Fakt ist, am Kalterer See neben Biotop und Touristen ist so ein Areal mehr als fehl am Platz.

charlybrown
Neuling
1 Monat 5 Tage

Seit wann interessiert sich die STF eigentlich für den Landschafts- und Naturschutz? Das ist ja ganz etwas Neues. Nur 2 Beispiele gefällig? Wenn man sieht, wie motiviert die STF sich für die Naturzerstörung im Langtauferer Tal einsetzt, oder wie sie bei der Zerstörung des Palabirn-Angers in Lichtenberg geschwiegen und diese sogar befürwortet hat,  dann muss man sich schon sehr wundern. Geht es den Leuten der STF wirklich um die Sache, um die Fakten oder nur um die Sprachgruppenzugehörigkeit? Es ist unglaublich, wie scheinheilig oft Politik sein kann.

nightrider
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

von unberührt kann keine Rede sein. Da stehen jede Menge Gebäude vom Munitionslager. So a scheinheiliges getue.

matthias_k
Universalgelehrter
1 Monat 2 Tage

Also hier sind Konsorten der STF plötzlich grüne Naturschützer? Und wenn es dann aber um Zusammenführungen von süd- und nordtiroler Skigebiete geht, könnten auch mehrere Berge komplett abgeholzt werden, hauptsache Ein Tirol …………… 
Ich sehe diesen Schießstand auch sehr kritisch, es gäbe genug andere Orte. 
Aber mir muss wirklich mal jemand erklären, wie die STF je eine ernstzunehmende Partei werden soll bei diesem Schlingerkurs, den sie seit dem Weggang von Klotz fahren? 

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