"Aktuelle Krisenzeit als Chance für Verwaltungsreformen"

STF: Neue Chance für E-Voting

Sonntag, 22. August 2021 | 09:15 Uhr

Mit den jüngsten Änderungen der staatlichen Bestimmungen zu Wahlen und Volksabstimmungen wurde eine Reihe von Maßnahmen zur Beschleunigung, Digitalisierung und Vereinfachung eingeführt. Die Möglichkeit zur Erprobung der elektronischen Stimmabgabe wurde auch auf die Regional- und Gemeinderatswahlen sowie auf die Parlaments- und EU-Wahlen und auf die abschaffenden und bestätigenden Referenden ausgedehnt. Die Süd-Tiroler Freiheit steht dieser Entwicklung positiv gegenüber:

“Gerade die aktuelle Krisenzeit bietet die Chance, grundlegende Reformen in der öffentlichen Verwaltung auch in Südtirol voranzutreiben, u. A. zur Abwicklung von Wahlen und Volksabstimmungen“, so der Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Pustertal, Bernhard Zimmerhofer.

“Die großen Nachteile der klassischen Durchführung von Wahlen sind: Chaos bei den Briefwahlen, hohe Kosten, langwierige Auszählung der Stimmen bei sinkender Wahlbeteiligung. In Corona Zeiten wäre eine alternative Stimmabgabe besonders wichtig, denn viele Personen befinden sich in Quarantäne und könnten im Grunde gar nicht wählen gehen. Durch das e-voting würden sich die aufwändigen und kostspieligen Corona-Sicherheitsmaßnahmen in den Wahlsprengeln erübrigen. Immerhin ist es bereits jetzt schon möglich, von Zuhause aus elektronisch Bankgeschäfte abzuwickeln oder Telearbeit zu verrichten”, erklärt Zimmerhofer.

“Die Vorteile der elektronischen Wahl liegen auf der Hand: ortsunabhängige Wahl für körperlich eingeschränkte Personen und Heimatferne, höhere Wahlbeteiligung, langfristige Kostensenkung, schnelle Stimmenauszählung und Vermeidung von Zählfehlern, keine ungültigen Stimmen und keine Postlaufzeit im Gegensatz zur Briefwahl, keine zusätzlichen Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Die Süd-Tiroler Freiheit hatte bereits im Jahre 2015 einen entsprechenden Antrag zum e-voting im Landtag hinterlegt, welcher damals leider abgelehnt wurde”, sagt Zimmerhofer abschließend.

Von: lup

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "STF: Neue Chance für E-Voting"


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Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage

Das Ganze funktioniert noch nicht mal in Deutschland. Beim E-Voting gibt’s keine Bürger, die die Korrektheit der Auszählung überwachen.
Und die Gesetze hier schreiben ebenfalls die Abgabe der Stimme auf Papier vor.

Technisch mag eine fälschungssichere elektronische Stimmabgabe ja umsetzbar sein (wenn man auch noch nicht sicher sein kann, wer in einer mehrköpfigen Familie am Computer sitzt), aber gesetzlich werden noch einige Hürden genommen werden müssen.

Die von der STF sind nicht die ersten mit dieser Idee, es ist halt deutlich aufwendiger, als man es einem potentiellen Wähler glauben machen will.

DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 6 Tage

“Chaos bei der Briefwahl”

Genau deswegen sollte auch nur die persönliche Wahl mit Wahlhelfern unter Kontrolle der Executive und Wahlbeobachtern rechtens sein.

Briefe können abgefangen und von anderen ausgefüllt werden, bei elektronischer Wahl ist keine Kontrolle möglich.
Wir sollten nicht aufgrund von Faulheit unsere Grundrechte und Sicherheit aufgeben!

Gredner
Gredner
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Es gibt keine sichere Methode elektronische Wahlen durchzuführen. Das könnt ihr euch abschminken. Wer’s nicht glaubt, soll einen Informatiker fragen!

inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Isch der Zimmerhofer net der, der in Obbaub bzw. den Obzug der Polizei (Stootspolizei und Carabinieri) verlongt hot, weil er sich virkimp wia in an Polizeistoost?

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

wer ist Zimmerhofer.

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