Ende 2016 läuft die Kontingentregelung aus

Studienplätze in Österreich: „EU-Kommission sichert Berücksichtigung Südtirols zu“

Montag, 17. Oktober 2016 | 15:57 Uhr

Bozen – Die EU-Kommission habe auf die Initiativen der Süd-Tiroler Freiheit zur Beibehaltung der Österreicher-Quote an den österreichischen Universitäten reagiert und schriftlich bestätigt, dass man die Interessen Südtirols in dieser Frage berücksichtigen werde. Es sei dies ein erster wichtiger Schritt, um auch zukünftig ausreichend Studienplätze für Südtiroler Studenten in Österreich zu sichern, zeigt sich der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, erfreut.

Ende 2016 läuft die Kontingentregelung aus, welche im Bereich Human- und Zahnmedizin 75 Prozent der Studienplätze für Österreicher reserviert, worunter auch die Südtiroler Studenten fallen. „Wenn die EU diese Regelung nicht verlängert, hätte dies katastrophale Auswirkungen auf die Ärzteausbildung in ganz Tirol. Südtiroler Studenten hätten dann zukünftig so gut wie keine Chance mehr auf einen Ausbildungsplatz in Österreich“, erklärt die Bewegung.

Die Süd-Tiroler Freiheit hat daher die EU-Kommission über die Bedeutung der muttersprachlichen Ausbildung für Südtiroler Studenten in Österreich informiert, welche nur durch die Aufrechterhaltung der Österreicher-Quote garantiert werden könne. Zur Sensibilisierung in dieser wichtigen Angelegenheit habe man den Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker daher bewusst in seiner luxemburgischen Muttersprache angeschrieben.

Auf Antrag der Süd-Tiroler Freiheit hat sich auch der Landtag mit großer Mehrheit für die Beibehaltung der Österreicher-Quote ausgesprochen und unterstützt damit die Bemühungen der Tiroler Landesregierung.

„Es ist wichtig, dass Nord-, Ost- und Südtirol in dieser Angelegenheit eng zusammenarbeiten, um so gemeinsam die Interessen von ganz Tirol gegenüber der EU zu vertreten“, betont Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit wird sich weiterhin aktiv darum bemühen, dass die Österreicher-Quote verlängert wird und Südtiroler Studenten somit auch zukünftig einen Ausbildungsplatz in Österreich erhalten.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz