Mehr „Mutbürger“ statt „Wutbürger“

Südtiroler Volkspartei trauert um Südtirol-Freund Heiner Geißler

Dienstag, 12. September 2017 | 14:10 Uhr

Bozen – „Wir trauern um ein Freund Südtirols und um einen Freund der Südtiroler Volkspartei“, sagt SVP-Obmann Philipp Achammer zum Tod von Heiner Geißler. Vielen SVP-Mitgliedern ist der langjährige CDU-Generalsekretär und ehemalige Bundesminister noch von der 57. Landesversammlung 2011 in Erinnerung: Damals würdigte er den früheren Landeshauptmann und SVP-Obmann Silvius Magnago als „herausragende europäische Persönlichkeit“. Gleich zu Beginn seiner Rede im Meraner Kursaal – in der er eine Wertediskussion forderte – betonte er, dass er kein Land lieber besuche als Südtirol.

Gastredner Heiner Geißler appellierte bei der SVP-Landesversammlung, vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Krisen, für mehr ethische Werte in der Politik: Diese seien Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Außerdem brauche es „Mutbürger“ – und nicht „Wutbürger“. Hart ins Gericht ging er mit der Finanzwelt: Das Kapital habe dem Menschen zu dienen, es dürfe ihn aber keinesfalls beherrschen.

Südtirol-Freund Heiner Geißler, ein begeisterter Bergsteiger und Gleitschirmflieger, lobte die Eigenschaften von Silvius Magnago – seine Unabhängigkeit und seinen Mut. Außerdem habe er ein Konzept gehabt. Dies alles solle man von ihm mit in die Zukunft nehmen. „Wir drücken der Trauerfamilie unser Beileid aus – wir werden unseren Freund Heiner Geißler ehrend in Erinnerung behalten“, sagt Obmann Philipp Achammer im Namen der SVP-Mandatare und -Funktionäre.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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