Ein möglicher Kompromiss?

SVP Meran unterbreitet neuen Vorschlag

Dienstag, 27. Oktober 2020 | 12:26 Uhr

Meran – Die Koalitionsverhandlungen in Meran dauern nach den Gemeinderatswahlen weiter an. Wie die SVP Meran in einer Pressemitteilung erklärt, habe sie sich in den vergangenen Wochen immer konstruktiv an den Verhandlungen beteiligt und verschiedene Vorschläge gemacht.

„Wir verstehen, dass Bürgermeister Paul Rösch die grüne Gemeinderätin mit den meisten Vorzugsstimmen, Madeleine Rohrer, sofort in der Stadtregierung haben will. Gleichzeitig muss aber auch der vom Autonomiestatut vorgeschriebene ethnische Proporz und der Wille der SVP-Wähler berücksichtigt werden, also der Umstand, dass die SVP acht Gemeinderäte hat – gleich viel wie die Liste Rösch/Grüne“, so die SVP.

In dieser schwierigen Situation seien kreative Lösungen und Vorschläge gefragt, auf die man bisher erwartet habe.

„Der einzige Ausweg um Neuwahlen zu verhindern, ist aus unserer Sicht die Aufstockung des Stadtrats von sieben auf acht. Da Madeleine Rohrer über die sozialen Medien mitgeteilt hat, dass sie auf keinen Fall in die ‚Warteschleife‘ will, bis die dafür notwendige Satzungsänderung beschlossen ist, wird die SVP Meran diesen Schritt zum Wohle der Stadt tun. Wir sind bereit, einer Stadtregierung zuzustimmen, wo die SVP Meran vorerst nur mit einer Stadträtin bzw. einem Stadtrat vertreten ist, womit der Weg für Madeleine Rohrer frei ist und sie ihren Posten sofort besetzen kann!“

Voraussetzung für den Vorschlag sei, dass die Koalition aus der Lista Rösch Liste, Verdi Grüne Vërc, den beiden italienischen Bürgerlisten La Civica per Merano, sowie Alleanza per Merano und der SVP Meran besteht und dass die SVP verbindliche Garantien erhalte, dass die Satzungsänderung innerhalb weniger Wochen im Gemeinderat beschlossen wird.

„Danach muss die SVP Meran die zweite Vertretung im Meraner Stadtrat erhalten. Ich hoffe die Meranerinnen und Meraner erkennen an, dass wir ein weiteres Mal auf Bürgermeister Rösch zugehen! Nun liegt es an ihm, den italienischen Bürgerlisten die Aufstockung vorzuschlagen und diese davon zu überzeugen, Neuwahlen zu verhindern!“, erklärt Stadtkomitee-Obmann Ernst Fop.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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9 Kommentare auf "SVP Meran unterbreitet neuen Vorschlag"


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Two
Two
Grünschnabel
28 Tage 8 h

Wer bezahlt den 8. Gemeinderat? Verzichten die anderen auf einen Teil ihres Gehalts? Eigentlich wollten wir doch Politiker abschaffen und nicht neue Plätze schaffen.

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
28 Tage 7 h

Politiker und verzichten in einem Satz ist ein Widerspruch. 😂😂😂
Neuwahlen und damit hat es sich.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
28 Tage 8 h

wenn des iaz nit passt nor kennen sie frisch nuiwohlen ausmochen.. des isch die letzte Chance

Andreas
Andreas
Universalgelehrter
28 Tage 8 h

i waret für nuiwohlen.

brunner
brunner
Universalgelehrter
28 Tage 5 h

Neuwahlen? Nor kennts enk an deutschen Bürgermeister abschminken….

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
28 Tage 4 h

Meiner Erinnerung nach hat diesen Lösungsvorschlag der Herr Rösch doch bereits einmal vorgebracht, was von der SVP kategorisch abgelehnt worden war, weil sie nicht auf den zweiten Posten im Stadtrat warten wollten bis die Satzungsänderung durch ist…???
Nur zur Info für alle, die meinen, es koste wieder was zusätzlich mit einem Posten mehr….
Nein, die Kosten des Stadtrates dürfen nicht steigen. Auch nit, wenn ein Mitglied mehr sein sollte. In diesem Falle müssen alle anderen Stadträte gleichmäßig auf einen Anteil verzichten.
7 Entschädigungen werden somit auf 8 Stadträte aufgeteilt.

Zugspitze947
28 Tage 4 h

Neuwahlen sind viel Teurer als ein zusätzlicher Gemeinderat !!! 🙂

Maximilian1
Maximilian1
Neuling
27 Tage 4 h

Hut ab, Dr. Fop. Nun liegt der Ball beim BM Rösch.

Reinhard_Bauer
27 Tage 3 h

Bürgermeister Rösch hat es nach wie vor in der Hand eine Regierung zu bilden, so verzwickt die Situation auch erscheint. Die SVP-Meran hat sich für die Handreichung nun weit aus ihrer Komfortzone begeben um den Kommissar zu verhindern.

Die italienischen Bürgerlisten beharren, ebenso wie die Liste Rösch/Grüne, auf deren Standpunkt und riskieren damit Neuwahlen. Beweisen die beiden Blöcke aber noch etwas an guten Willen, kann das Ruder herumgerissen werden.

Spätestens jetzt sollte auch den Kollegen der Liste Rösch/Grüne deutlich geworden sein, dass sie einen Pyrrhussieg errungen haben, durch den sie auch auf die anderen Blöcke zugehen müssen.

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