„Von den Grünen gefordertes Limit nicht zweckdienlich“

Tinkhauser gegen eine touristische Obergrenze

Freitag, 01. Dezember 2017 | 16:56 Uhr

Bozen – Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Roland Tinkhauser spricht sich klar gegen die von den Grünen geforderte touristische Betten-Obergrenze und Begrenzung der Gästezahl aus.

Der Tourismus sei für Südtirol ein wichtiger Wirtschaftsmotor und für die Sicherung des Wohlstandes im Lande unverzichtbar. Seine Wertschöpfung liege in etwa bei zwölf Prozent der Südtiroler Wirtschaft. Zählt man die Wertschöpfung der Zulieferbetriebe dazu, komme man auf etwa 20 Prozent, rechnet der Abgeordnete vor.

„Würde der Motor einfach durch eine in den Raum geworfene Obergrenze gedrosselt, hätte dies auch erhebliche Auswirkungen auf andere Wirtschaftszweige und vor allem auch auf den Arbeitsmarkt. Der Tourismus braucht Flexibilität und Freiräume um weiterhin erfolgreich zu bleiben, keine künstlich und nach Willkür geschaffenen Obergrenzen“, betont der Freiheitliche.

So sei das von den Grünen geforderte Limit alles andere als zweckdienlich für die Südtiroler Wirtschaft. „Vielmehr müssen Gästezahlen insofern reguliert bzw. gesteuert werden, indem man versucht das Tourismusland Südtirol in seiner Qualität ständig zu verbessern um einen immer höheren Standard zu erreichen. Zudem kann man das gesamte Land Südtirol nicht über einen Kamm scheren. Es gibt auch in Südtirol noch genügend Gebiete, die einen höheren Tourismus und entsprechende Investitionen vertragen können“, erklärt Tinkhauser

Die kürzlich gemeldeten Rekordzahlen dürften laut den Freiheitlichen nicht Anlass dazu geben, zu glauben, dass es in der Wirtschaft und im Tourismus nur mehr aufwärts gehen wird. „Südtirol gilt neben seiner außergewöhnlichen Landschaft und seinen qualitativ hochwertigen Beherbergungsbetrieben als begehrenswerte Urlaubsdestination, aber vor allem gilt Südtirol als sicheres Land. In einem sicheren Land macht man gerne Urlaub und verzichtet auf Fernreisen in Krisenländer, dieser Umstand muss aber nicht immer so anhalten“, erklärt Tinkhauser abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Tinkhauser gegen eine touristische Obergrenze"


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Neuling
10 Tage 16 h

Eine qualitative Verbesserung bei den Dienstleistungen? Schön wäre Dies, nur wo, bzw. woher kommen denn diese Mitarbeiter? Der einheimischen Fremdenverkehrswirtschaft fehlen einheimische Fachkräfte, allein aus diesem Grund wäre es sinnvoller über den zu schnell wachsenden Tourismus sich Gedanken zu machen.

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