SVP droht mit harten Schritten

Toponomastik: Jetzt werden die Töne rauer

Freitag, 17. Februar 2017 | 12:01 Uhr

Bozen – Im Streit um die Ortsnamen werden die Töne rauer. Die SVP droht jetzt mit harten Schritten, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

„Sollte es in der Sechserkommission keine Einigung geben, schaffen wir das Durnwalder-Gesetz von 2012 ab. Dann sind wir beim status quo, wo die schleichende Verdeutschung der Namen zu unseren Gunsten spielt“, sagt Senator Karl Zeller.

Eines müsse die Gegenseite wissen. Die SVP möchte die neue Norm, laut der nur mehr jene Namen zweisprachig geführt werden sollen, die im Gebrauch sind. „Wir wollen sie aber nicht um jeden Preis.“ Sollte es in der Sechserkommission zu keiner Einigung kommen, dann gebe es keine Durchführungsbestimmung, so Zeller.

Auf die Frage, ob die SVP ohne diese Änderung nicht eine Bauchlandung vor dem Verfassungsgericht riskiert, gibt sich Zeller gelassen. „Nicht, wenn wir das Durnwalder-Gesetz im Landtag einfach abschaffen und der Streitgrund vor dem Höchstgericht hinfällig wird“, so Zeller.

Alle hätten dann Jahre umsonst verhandelt. Man wäre bei Null. Gewonnen hätte keiner. „Die schleichende Verdeutschung der Namen spielt aber zu unseren Gunsten“, meint der Senator gegenüber den „Dolomiten“.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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43 Kommentare auf "Toponomastik: Jetzt werden die Töne rauer"


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fanalone
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Eigentlich wäre die Lösung für die gesamte Toponomastikfage doch einfach und naheliegend. Jede Gemeinde stellt die Verwendung der deutschen oder italienisierten Ortsnamen zur Wahl. Das Ergebnis wird mehrheitlich abgenickt. Quorum 2/3 ansonsten finden beide Namen (amtliche) Verwendung. Ende. Ausnahme sollte die Landeshauptstadt bilden über die alle Südtiroler gemeinsam abstimmen. Warum sollen Funktionäre in irgendwo über etwas abstimmen was nur und ausschließlich die Menschen vor Ort angeht? Leben wir in einer Demokratie, wie man uns immer sagt? Dann bitte. 

erika.o
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

@fanalone
PERFEKTER VORSCHLAG !!!
bin voll deiner Meinung

alla Vagga
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Supper Vorschlag!!! Demokratischer geht’s nimmer!!!! Aber frag mal Bizzo von der SVP(D). Caramaschi wird dir sicher auch Recht geben. Und der Urzi sowieso.

nixischfix
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Dein Vorschlag ist nicht schlecht, aber dass Südtirol mit dieser SVP noch meilenweit von der so groß angekündigten “Vollautonomie” entfernt ist, zeigt wohl dieser Bericht!

bon jour
Tratscher
1 Monat 9 Tage

warum die Ausnahme für die Landeshauptstadt?
wenn die Mehrheit bestimmt, wird es Bolzano.  

Bernd
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage
Ich bin für eine strikte Einnamigkeit ! Zweisprachig 100% ok. aber Zweinamigkeit geht gar nicht – von wegen der scheinheiligen Sicherheit usw. Es kann nicht sein , dass man Googlen mus um zu wissen um welchen Ort es sich handelt nur weil ein Gewisser Herr Tolomei meinte alles italienisieren zu müssen. Von mir aus kann man auch die römischen , lateinischen ,ladinischen, deutschen Bezeichnungen hervorholen aber bitte einen Namen für einen Ort ,das mus das Prinzip sein der Verständigung, Sicherheit usw. Wegen! Wäre das gleiche wenn Morgen der Nigerianer,Albaner ,Tunesier kommt und sagt aus Sicherheitsgründen müsste der Name in seiner… Weiterlesen »
wolke5
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Die wissen halt noch nicht , daß die Beherrschung der zweiten Sprache vor Alzheimer schützt¿¿¿

Solbei
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Apropo… Familienname Rabensteiner ist gleich a la Tolomei Pietrocorvo hehehe.

Gredner
Tratscher
1 Monat 10 Tage

“schleichende Verdeutschung der Namen”?!?
Eher umgekehrt: ich sehe immer wieder italienische Erfindungen für deutsche Namen umgekehrt aber nie.

MayerSepp
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Ja, so ist es. Man muss nur das Bild hier im Beitrag ansehen, sagt alles.
Der Klassiker aller willkürlichen Erfindungen bleibt jedoch Mühlbach = “Rio de Pusteria”. 

Karl
Tratscher
1 Monat 10 Tage
“Die schleichende Verdeutschung der Namen ” das ist mit Abstand der beste Witz den ich in diesem Jahr gehört habe. Im Pariser Vertrag steht übrigens klar und deutlich  Ortsnamengegung drinnen und absolut nichts von den Name der Hütten, Almen, Bergen, Wasserläufen……usw. Daher weg mit dem Durnwaldergesetz,Schluss mit dieser nutzlosen Diskussion in der Sechserkommission und weg mit allen erfundenen ital. Namen die es laut Vertrag nicht braucht. Man muss sich das einmal vorstellen: Bereits diese 6 Südtiroler finden zu diesem Thema keine Lösung: Francesco Palermo; Brunhilde Platzer; Daniel Alfreider; Dieter Steger ; Roberto Bizzo; Karl Zeller. (2 Italiener, 1 Ladiner und 3 Deutsche) Übrigens das sind die heutigen Ortsnamen… Weiterlesen »
Bernd
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Die haben aber sicher ein brutales Sicherheitsproblem damit – das ich nicht lache! Das Problem ist , dass wenn jemand in Bergnot ist und dem CAI der Ort in deutsch gemeldet wird sie nicht wissen wo der sich befindet was im umgekehrten Fall aber auch passieren kann mit dieser Zweinamigkeit!

Kurt
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

in der Tat, bravo👏,
hier ist aber deutlich ein historischer Hintergrund, und gewisse Fakten bei uns kann man nicht ignorien so zu sagen als fake news, so wird s halt zu Kompromissen kommen müssen😉

mika
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

“Die schleichende Verdeutschung der Namen spielt aber zu unseren Gunsten”. Dass er sich da mal nicht täuscht angesichts der zunehmenden Einwanderung und der stärker werdenden Zweisprachigkeit der Deutschsprachigen. Und hinzukommende die auch in Südtirol um sich greifende neoliberale Ideologie des “Heimat ist Nazi” 

IchSageWasIchDenke
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

@Zu meinen vorherigen Kommentar:

Auch Italiener fahren im Urlaub in andere Länder und da ist auch alles doppelsprachig…

IchSageWasIchDenke
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

“Auch Italiener fahren im Urlaub in andere Länder und da ist auch alles doppelsprachig…”

Ist NICHT alles doppelsprachig…

alla Vagga
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Ja genau!!! Zum pilzesammeln nach Innervilgratten(tanti carri di dentro)zum pifferlingesammeln Ausservilgratten(tanti carri di fuori)😨😨😨

alla troia
Tratscher
1 Monat 10 Tage

@alla Vagga ja komisch, nach Deutschland oder Österreich finden sie…

Obelix
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Ach Leute, die Wahlen rücken näher und die SVP brauch wieder ein italienisches “Feindbild”. Ohne diesem schwimmen ihnen die Felle davon. So einfach ist das. Nach den Wahlen hört man bestimmt wieder nichts mehr von der Toponomastik.

alla Vagga
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Richtig erkannt…100% Recht!!!!

Gagarella
Superredner
1 Monat 10 Tage

Es darf und kann nicht sein, dass im Jahre 2017 um Erfundene Faschistische Ort und Flurnamen gestritten wird. Nicht ein einziger Faschistischer Namen darf Legal überleben. Weck mit dem Faschistendreck!!!

Kurt
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

mr. radikalo, ciao😉👍

Savonarola
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Der schleichenden Verdeutschung der Namen (insofern es eine solche überhaupt geben sollte) steht erbarmungslos die schleichende, innere Assimilierung und Italianisierung gegenüber, so wie sie sich im Sport, in den Anti-Österreicher-Witzen und im Deutschenhass tagtäglich manifestiert.

meister
Neuling
1 Monat 10 Tage

Eine Frechheit, dass die Jahrhunderte lang verwendeten und historischen italienischen Bezeichnungen von den Tiroler Einwanderern immer weiter eingedeutsch werden. Das muss endlich gestoppt werden! Im ganzen Tauferer Ahrntal ist schon seit Ewigkeiten vom Rif. Giovanni Porro die Rede und jetzt wollen sie uns auf einmal sowas wie “Chemnitzerhutte” aufzwingen´. Unverschämtheit den Einheimischen gegenüber

1 Monat 10 Tage

die Bajuwaren waren historisch gesehen tatsächlich Einwanderer

alla troia
Tratscher
1 Monat 9 Tage

@Tschoegglberger. und die Römer Auswanderer

Flaschenpost
Neuling
1 Monat 10 Tage

 

Unter schleichender Verdeutschung (das klingt so, als ob die deutschen Namen erfunden wären- und nicht die Italienischen) soll wohl verstanden werden, dass auch noch das letzte
Wanderschild ausgetauscht wird, das nur einsprachig den Weg auf die Vetta d’Italia (ehemals Klockerkarkopf) zeigt.

 

IchSageWasIchDenke
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Zu mir hat mal ein Italiener gemeint, der schon seit Jahrzehnten in Süd-Tirol lebt, ob man (Politik) die Italiener für total verblödet haltet.
Man braucht nicht jede Alm und Seen und Berge übersetzen, es reicht wenn man z.B. jetzt bei der “Chemnitzerhütte”, den Zusatz “malga” daruntersetzt, dann versteht jeder Italiener das damit eine Almhütte gemeint ist und fertig… Sie (Italiener) finden auch so zur Alm oder zur Bergspitze…

Kurt
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage
kleine Berichtigumg: bei der Chemnitzerhütte handelt es sich um eine Schutzhütte Erbaut wurde die Hütte im Jahre 1880 von der Sektion Taufers des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuÖAV), die das Schutzhaus 1894 aus finanziellen Gründen an die Sektion Chemnitz abtreten musste. Ein Jahr später errichtete diese neben der alten Hütte einen Neubau, der von diesem Zeitpunkt an den Namen Chemnitzer Hütte trug. Kriegsbedingt, durch die CAI verwaltung tauchte auch der Name Porro auf (Sektion Mailand, rifugio Porro). Eigentlich hieß sie Nevesjochhütte (oberhalb des Neveser Stausees, Mühlwald im Tauferer Ahrntal) M.E. könnte nun die Autonome Provinz Bozen, unter deren Verwaltung und Erhaltung die Hütte seit 2015 steht,… Weiterlesen »
Flaschenpost
Neuling
1 Monat 10 Tage

Unter schleichender Verdeutschung (das klingt so, als ob die deutschen Namen erfunden wären- und nicht die Italienischen) soll wohl verstanden werden, dass auch noch das letzte
Wanderschild ausgetauscht wird, das nur einsprachig den Weg auf die Vetta d’Italia (ehemals Klockerkarkopf) zeigt.

 

Ludwig11
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Und wenn der PD pfeift, donn mocht die SVP platz ! Brav !

Natuerlich
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Die SVP hat den Südtirolern mit dem Gepacktle mit der PD echt einen Bombendienst erwiesen. Die SVP sollte ihr Parteistatut in die Tonne treten, ist keinen Pfifferling wert!

andr
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Ihr müsst das alla italia machen! va fan cu.. und immer weiter

Popeye
Tratscher
1 Monat 10 Tage

alles auf ladinisch !

Kurt
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

englisch u arabisch

CH-1964
Neuling
1 Monat 9 Tage

Am besten gefallen mir die ständigen Hinweise auf den Faschismus und keinerlei Hinweise auf den Nationalsozialismus…..könnte sein das dieser halt immer noch gelebte Realität ist…Übrigens die Namen im oberen Vinschgau müssten historisch betrachte ladinisch sein und keineswegs Deutsch…

bon jour
Tratscher
1 Monat 9 Tage

es gab ja auch nur das eine … 
 

CH-1964
Neuling
1 Monat 9 Tage

@bon Journalisten
hahah

mandorr
Grünschnabel
1 Monat 9 Tage

Ich denke der Großteil der Bevölkerung steht hinter der SVP

Hart bleiben!

Kurt
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

das denke ich auch und immer mehr (ironie off)

So ist das
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Das Kasperletheater der SVPD geht weiter. Hat Südtirol keine anderen und dringenderen Probleme? Sanität, illegale Einwanderung, Sicherheit usw.
Wozu werden diese Politiker aller Parteien überbezahlt? Damit man jahrelang ein Problem wälzt, dass für die Mehrheit der Bevölkerung gar keines ist?

Solbei
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Schleichende Verdeutschung???? Wo zwei sich streiten freut sich der dritte. Wie wärs mit verarabischung??

maikaefer8
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Ein wenig naiv. Die italianisierung schreitet mit großen Schritten voran und leider helfen viele Südtiroler tatkräftig mit. (Kind in den it. Kindergarten…kann dann italienisch, aber nicht Hochdeutsch, am Amt und im Geschäft italienisch weil…man es ja selbst so toll kann)

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