Große Ölpumpstation an der Wolga attackiert

Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf die Ukraine

Donnerstag, 23. April 2026 | 10:57 Uhr

Von: APA/dpa

Ein nächtlicher russischer Drohnenangriff auf die ukrainische Industriestadt Dnipro hat nach Behördenangaben mindestens drei Tote gefordert. Weitere zehn Personen, darunter zwei Kinder, seien verletzt worden, teilte Gouverneur Olexander Hanscha am Donnerstag auf Telegram mit. Die Opfer lebten demnach in einem 13-stöckigen Wohnhaus. Das Gebäude brannte nach dem Drohneneinschlag auf mehreren Etagen aus.

Insgesamt sei die Region rund 20 Mal attackiert worden, schrieb Hanscha. Neben der Gebietshauptstadt Dnipro traf es demnach auch den Landkreis Nikopol, wo eine 64-Jährige verletzt wurde, und die Großstadt Krywyj Rih. Dort sei ein Infrastrukturobjekt bei einem Brand beschädigt worden.

Russische Ölanlagen erneut im Fokus ukrainischer Angriffe

Die Ukraine attackierte indes in der Nacht erneut mit Drohnen Ölanlagen tief im Hinterland Russlands. In Nowokyjbyschew sei bei einem Angriff auf ein Industrieobjekt ein Mensch ums Leben gekommen, schrieb der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram. Zwei weitere Personen wurden demnach verletzt. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Objekt um eine zum Ölkonzern Rosneft gehörende Chemiefabrik.

Nach Angaben Fedorischtschews fielen Drohnentrümmer zudem auf ein Wohnhaus in Samara. Ein Passant sei durch die herabfallenden Teile verletzt worden, schrieb er.

Große Ölpumpstation an der Wolga attackiert

In der ebenfalls an der Wolga gelegenen Nachbarregion Nischni Nowgorod wurde nach Angaben des Internetportals “Astra” nahe der Stadt Kstowo eine Ölpumpstation getroffen und in Brand gesetzt. Diese gehöre zu den größten Knotenpunkten des russischen Pipelinebetreibers Transneft in der Region, schrieb “Astra”. Über mögliche Opfer ist nichts bekannt. Die russischen Behörden haben den Vorfall bisher nicht bestätigt.

Seit mehr als vier Jahren führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Regelmäßig beschießen inzwischen beide Seiten auch das Hinterland des Gegners. Kiew zielt dabei neben militärischen Anlagen speziell auf Objekte der Treibstoffindustrie. Die Zahl der Opfer und die verursachten Schäden stehen aber in keinem Verhältnis zu dem Ausmaß der von Russland angerichteten Zerstörungen in der Ukraine.

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