Drohnen sind im Ukraine-Krieg allgegenwärtig

Zentrum von russischer Drohnenindustrie angegriffen

Montag, 30. März 2026 | 11:02 Uhr

Von: APA/dpa/AFP

Die südrussische Stadt Taganrog, wichtig für die Moskauer Drohnenkriegsführung, ist nach Behördenangaben massiv von ukrainischen Kampfdrohnen angegriffen worden. Dabei habe es einen Toten und acht Verletzte gegeben, berichtete Bürgermeisterin Swetlana Kambulowa der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Sie sprach von Schäden an zahlreichen Wohnhäusern und drei nicht näher bezeichneten Unternehmen.

Die Hafen- und Industriestadt liegt in der Region Rostow im Südwesten Russlands. Über Taganrog und sechs anderen Landkreisen des Gebietes Rostow seien in der Nacht mehr als 60 Drohnen abgefangen worden, teilte Gouverneur Juri Sljussar mit. Dazu zählte auch der Landkreis Millerowo. Von der dortigen Luftwaffenbasis startet die russische Armee oft Kampfdrohnen zu Angriffen auf die Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, insgesamt seien in der Nacht 102 ukrainische Drohnen ausgeschaltet worden.

Verletzte auch in Krasnodar und Belgorod

In der südwestrussischen Stadt Krasnodar wurden dem Bürgermeister zufolge drei Menschen bei Drohnenangriffen verletzt, darunter zwei Kinder. In der westrussischen Grenzregion Belgorod wurden zwei Frauen in kritischem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem “Drohnen der ukrainischen Streitkräfte” Fahrzeuge getroffen hatten, wie der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram mitteilte. Die Rettungsdienste würden eines der Fahrzeuge bei Tageslicht untersuchen, um zu prüfen, ob sich weitere Menschen an Bord befanden, fügte er hinzu.

Die ukrainische Luftwaffe warnte ihrerseits in den frühen Morgenstunden am Montag vor einer Raketenbedrohung “für das gesamte ukrainische Staatsgebiet”.

Seit Beginn seiner Offensive vor fast vier Jahren feuert Russland fast täglich Drohnen und Raketen auf die Ukraine ab. Als Reaktion auf Russlands Attacken greift die Ukraine regelmäßig russisches Territorium an und nimmt dabei insbesondere Einrichtungen der Energieinfrastruktur ins Visier.

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