Bezüglich Grönland liegt vieles im Unklaren

Trump-Berater trafen dänische und grönländische Gesandte

Donnerstag, 08. Januar 2026 | 23:40 Uhr

Von: APA/Reuters

Angesichts des Streits über eine angestrebte US-Kontrolle über Grönland sind einem Insider zufolge bereits Berater von Präsident Donald Trump mit Gesandten aus Dänemark und Grönland zusammengekommen. Das Treffen von Vertretern des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus mit dem dänischen Botschafter Jesper Moller Sorensen und Grönlands Chef-Repräsentanten in Washington, Jacob Isbosethsen, habe es am Donnerstag gegeben, sagte ein dänischer Regierungsvertreter.

Es sei darum gegangen, mehr Klarheit über die Äußerungen der USA zu Grönland zu erhalten, sagte der Vertreter Dänemarks, der anonym bleiben wollte. Das Weiße Haus bestätigte das Treffen zunächst nicht.

Die US-Regierung hatte am Dienstag mitgeteilt, man prüfe eine Reihe von Optionen zur Übernahme Grönlands und der Einsatz von US-Militärgewalt sei eine dieser Optionen. Auch ein Kauf des Gebiets sei eine Möglichkeit. Trump hat erklärt, die USA bräuchten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. US-Außenminister Marco Rubio wird voraussichtlich nächste Woche in Washington mit dänischen Vertretern zusammentreffen.

Vertreter Grönlands hatten wiederholt erklärt, die Insel solle nicht Teil der USA werden. Führende Politiker wichtiger europäischer Länder und Kanadas haben sich hinter diese Position gestellt und erklärt, das Territorium gehöre seinem Volk.

Eine militärische Übernahme Grönlands von dem langjährigen Verbündeten Dänemark durch die USA würde das NATO-Bündnis erschüttern und die Kluft zwischen Trump und den europäischen Staats- und Regierungschefs vertiefen. Die Insel ist ein autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark, jedoch hat Kopenhagen die Hoheit über Grönlands Außen- und Verteidigungspolitik.

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