Chinas Präsident Xi begrüßt seinen US-Amtskollegen Trump

US-Präsident Trump von chinesischem Amtskollegen Xi begrüßt

Donnerstag, 14. Mai 2026 | 05:24 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat am Donnerstag US-Präsident Donald Trump in Peking mit militärischen Ehren empfangen. Zur Begrüßung schüttelten einander beide an der Großen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt länger die Hände. Mit dabei waren auch Unternehmensvertreter wie Apple-Chef Tim Cook und Tesla-Gründer Elon Musk sowie Regierungsmitglieder wie Finanzminister Scott Bessent, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Im Anschluss begrüßten beide die Regierungsvertreter der jeweils anderen Seite. Sie schritten bei der Begrüßungszeremonie auch eine Militärformation ab. Trump applaudierte zudem Kindern, die jubelnd kleine US-Flaggen und Blumen in die Höhen streckten. Auf der Agenda stehen wichtige globale Themen, am Abend ist ein Staatsbankett geplant.

Die Gesprächsthemen sollen vom internationalen Handel über den Iran-Krieg bis zur Taiwan-Frage reichen, hieß es im Vorfeld. Am Freitag sind ein Nachmittagstee und ein Arbeitsessen vorgesehen, bevor der US-Präsident die Heimreise antritt. Es ist der erste Besuch eines US-Präsidenten in China seit fast einem Jahrzehnt. Trump hatte die Volksrepublik schon während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2017 besucht. Der US-Präsident war am Mittwoch zu seinem Besuch in Peking eingetroffen.

Trump und Xi hatten sich zuletzt Ende Oktober im Vorfeld eines Gipfeltreffens in Südkorea getroffen und dort eine Pause im laufenden Zollstreit vereinbart. Handelsfragen dürften auch bei ihren heutigen Gesprächen wieder Thema sein. China dürfte zudem den US-Rückhalt für die unabhängige und demokratisch regierte Inselrepublik Taiwan kritisieren, die sich Peking einverleiben will. Den USA dürfte wiederum Chinas Unterstützung für den Iran und der mögliche Einfluss Pekings auf Teheran ein wichtiges Anliegen sein.

Staatsagentur fordert stabile Beziehungen

Kurz vor dem Auftakt des Treffens forderte Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua stabile Beziehungen. In einem Kommentar hieß es, die Beziehungen zwischen China und den USA seien “zu wichtig, um zu scheitern”. Bei großen internationalen Fragen – von Handel und Finanzmärkten bis zu Klima und Künstlicher Intelligenz – komme es auf die Abstimmung zwischen Peking und Washington an. Ein Treffen werde nicht alle Probleme lösen, schrieb Xinhua, die als Sprachrohr der Kommunistischen Partei gilt. Es könne aber helfen, die Kommunikation zu stärken und Vertrauen wieder aufzubauen. Der US-Präsident war am Mittwoch zu seinem Besuch in Peking eingetroffen.

Rubio: China “wichtigste Beziehung, die wir pflegen müssen”

US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete China im Vorfeld geopolitisch als größte Herausforderung für sein Land. Gleichzeitig sei es, “die wichtigste Beziehung, die wir pflegen müssen”, sagte er dem Sender Fox News an Bord des Regierungsfliegers Air Force One auf dem Weg nach Peking. China sei ein “großes, mächtiges Land”, sagte Rubio. Er sprach von kollidierenden Interessen beider Länder, ohne dabei Details zu nennen. Er sagte, “um Kriege zu vermeiden und Frieden und Stabilität in der Welt zu wahren”, müssten diese Interessen in Einklang gebracht werden.

Die USA hätten China bereits klargemacht, dass jede Unterstützung für den Iran der Beziehung zu den Vereinigten Staaten “offensichtlich” schaden würde. Das sei auch ein Aspekt, der in den Gesprächen in Peking Thema sein werde.

China gehört zu den wichtigsten Partnerländern des Irans, den es etwa wirtschaftlich unterstützt. In Washington wird das nicht gerne gesehen: Das US-Finanzministerium hatte zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben.

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