SVP Meran: Gemeinden mit Mutationen zuerst berücksichtigen

Warum nicht über die Arztpraxen impfen?

Freitag, 19. März 2021 | 08:47 Uhr

Meran – Die Impfung ist unumstritten eine der besten, wenn nicht die einzige Art die Covid-19-Pandemie mittelfristig in Griff zu bekommen. Davon ist der Meraner Haus Dr. Ernst Fop überzeugt.

Die jüngsten Ereignisse um das jeweilige Nebenwirkungsprofil hätten doch wieder einige unschlüssige Bürgerinnen und Bürger zum Zweifeln gebracht. Ein anderes, nicht weniger großes Problem liege im Zeitdruck, den Menschen den entsprechenden Impfschutz zu liefern, erklärt Fop: „Kaum sind die Virusmutationen in ihrer Bedeutung erfasst, kommt schon eine neue Mutante, mit den auf den ersten Blick gar freundlich wirkenden Namen Bretonische Variante, auf uns zu.“

Wie geht man also mit dieser Situation um? Die Hausärzte möchten helfen, diese Pandemie in den Griff zu bekommen. Daher sei es sinnvoll, jene Bürgerinnen und Bürger, die sich auch impfen lassen möchten, so schnell als möglich durchzuimpfen, betont Fop. Dafür würde sich seiner Ansicht nach die Impfung über Arztpraxen anbieten um die Strukturen des Sanitätsbetriebes zu entlasten.

„Hierfür bietet sich der Impfstoff des Herstellers Johnson&Johnson an, da dieser nicht bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden muss. Zudem genügt eine einmalig verabreichte Dosis. Das sind Bedingungen, die eine Verteilung auch über territorial vernetzte Arztpraxen erlauben würde. Um die Bürgerinnen und Bürger vor Mutationen schneller zu schützen, ist die sofortige Durchimpfung jener Gebiete notwendig, in denen diese Mutationen aufgetreten sind. Sollten jedoch nicht gleich genügend Dosen verfügbar sein, muss die zuerst verfügbare Menge für die Gemeinden mit Mutationen berücksichtigt werden“, erklärt Fop.

Das sicherzustellen sei eine der obersten Aufgaben, auch der Politikerinnen und Politiker in diesen Zeiten, erklärt der Mediziner.

SVP Meran: Gemeinden mit Virusmutationen zuerst berücksichtigen

„Die Virusmutation hat Meran Mitte Februar kalt erwischt. Die Gefahr, die von der mutierten Variante des SARS-CoV-2 – Virus ausging, veranlasste die Landesregierung zu harten Restriktionen. Familien wie Betriebe litten und leiden nach wie vor unter den Maßnahmen. Da Bozen, wenige Wochen darauf, auch Fälle dieser mutierten Variante registrierte und dabei nicht dieselben Maßnahmen beschlossen wurden, fühlten sich viele Bürgerinnen, Bürger und Betriebe ungleich behandelt. Umso wichtiger ist es daher nun, das Augenmerk auf jene Gemeinden zu richten. Im Kampf gegen Covid-19 ist eine hohe Impfrate mit ausschlaggebend. Kommt es in naher Zukunft tatsächlich zu zusätzlichen Lieferungen für Grenzregionen, wäre es fair und sinnvoll, jene Gemeinden besonders zu berücksichtigen, bei denen die Virusmutationen registriert wurden“, erklärt Reinhard Bauer von der SVP Meran

„Wir als SVP Meran wünschen uns, den Meranerinnen und Meranern eine hohe Priorität bei der Impfdosenverteilung einzuräumen. Es wäre ein wichtiges Signal für die Bürgerinnen und Bürger. Wenngleich diese Maßnahme die finanziellen und gesellschaftlichen Schäden nicht zu entschädigen vermag, ist es doch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung“, betont Glenda Prinoth von der SVP Meran.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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5 Kommentare auf "Warum nicht über die Arztpraxen impfen?"


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Grossmaul
Grossmaul
Grünschnabel
29 Tage 3 h

wiasou nit in orztpraxisn impfn? gonz uanfoch. sem gangs zu schnell. und schnellikeit isch für italien und südtirol a fremdwort wos men nit endziffern konn

Chrys
Chrys
Tratscher
29 Tage 1 h
Ich glaube nicht, dass das Problem ist, wer und wo geimpft wird. Im Moment ist immer noch die Beschaffung der Impfstoffe ein Problem. Die Impfzentren scheinen gut zu funktionieren und die Hausärzte haben genügend Arbeit denn fast immer gibt es dort Warteschlangen. Jeder erfindet immer das Gegenteil von dem was gerade gemacht wird. Wer Test gemacht dann passt das nicht, werden keine Test gemacht passt es nicht, öffnet man die Schulen und man macht “Nasenbohrer” Test, passt es nicht, lässt man die Schulen zu passt es nicht, würde man die Impfstationen schließen und die Hausärzte das machen lassen dann würde… Weiterlesen »
nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
29 Tage 4 h

Inzwischen gibt es in allen Gemeinden Mutationen – die südafrikanische, die englische sowiso, ganz sicher aber die südtirolerische!

MartP
MartP
Grünschnabel
29 Tage 2 h

wäre gut und fair.

Sissi2021
Sissi2021
Neuling
28 Tage 16 h

Finde den Vorschlag von Dr. Fop sehr gut. Desto mehr Impfmöglichkeiten geboten werden, desto besser. Weiß, dass sehr viele Personen hart auf die Impfung warten.
Außerdem ist es sicher sinnvoll, den Gemeinden mit der südafrikanischen Mutation (speziell in Meran, wo eine der ersten Fälle auftrat) eine Vorzugsschiene einzuräumen.

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