Von: mk
Bozen – Chiara Rabini, Co-Sprecherin der Grünen, Andrea Tomasi, Stadtviertelrat in Oberau-Haslach, und die Bozner Grünen kritisieren, dass nach Wiederöffnung der Claudia-Augusta-Straße für den Verkehr noch immer keine Daten zu Verkehr, Lärm und Schadstoffbelastung vorliegen.
Die Claudia-Augusta-Straße in Bozen wurde mit Gemeindeverordnung am 18. August vergangenen Jahres wieder geöffnet. Sechs Monate seien ein technisch mehr als ausreichender Zeitraum, um Verkehr, Lärm und Schadstoffbelastung zu messen. Wenn die Daten nicht vorliegen, dann sei das eine politische Entscheidung, keine Frage der Zeit, so die Bozner Grünen.
„Das Jahr 2030 steht vor der Tür, und die neuen EU-Grenzwerte werden halbiert: PM2,5 von 25 auf zehn µg/m³, PM10 von 40 auf 20, NO₂ von 40 auf 20. Das bedeutet, dass es künftig nicht mehr genügen wird, innerhalb der aktuellen Werte zu bleiben: Es braucht einen zusätzlichen Schritt und eine strukturelle Reduzierung von Verkehr und Emissionen“, erklären Chiara Rabini, Co-Sprecherin der Grünen, Andrea Tomasi, Stadtviertelrat in Oberau-Haslach, und die Bozner Grünen.
Die Verringerung des privaten Autoverkehrs und der konsequente Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs seien die einzigen Strategien, mit denen diese Ziele erreicht werden könnten. „Nicht die Öffnung neuer Durchfahrtsstraßen und ein flüssigerer Verkehrsfluss verbessern Luftqualität, Gesundheit oder Sicherheit: Mehr Raum für Autos erzeugt nur noch mehr Verkehr und neue Probleme in einem Viertel, das von Wohnhäusern und Schulen geprägt ist“, so die Grünen. Die Claudia-Augusta-Straße müsse demnach wieder eine Quartierstraße werden und darf kein Korridor für Pendler sein.




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