Alcaraz ist in Melbourne in Stimmung

Alcaraz und Sabalenka im Melbourne-Viertelfinale

Sonntag, 25. Januar 2026 | 12:49 Uhr

Von: apa

Die Tennis-Topstars stehen bei den Australian Open in Melbourne im Viertelfinale. Die Weltranglisten-Ersten Carlos Alcaraz und Aryna Sabalenka und auch der -Dritte, Alexander Zverev, blieben am Sonntag ohne Satzverlust. Coco Gauff musste gegen Karolina Muchova in einen Entscheidungssatz, ehe sie 6:1,3:6,6:3 gewann. Sabalenka schaltete Kanadas Jungstar Victoria Mboko 6:1,7:6(1) aus und spielt nun gegen die erst 18-jährige Iva Jovic. Alcaraz besiegte Tommy Paul 7:6(6),6:4,7:5.

Völlig überraschend ebenfalls schon im Viertelfinale steht Tennis-Legende Novak Djokovic, der sein Achtelfinale gegen Jakub Mensik erst am Montag hätte spielen sollen. Doch der Tscheche musste aufgrund einer immer schlimmer werdenden Bauchmuskelverletzung die Reißleine ziehen und zog sich aus dem Turnier zurück. Der 38-jährige Djokovic spart somit Kräfte und kann seinen nächsten Gegner, der zwischen Lorenzo Musetti (ITA-5) und Taylor Fritz (USA-9) ermittelt wird, in aller Ruhe beobachten.

Sabalenka nun gegen den nächsten Jungstar

Sabalenka hat sich zum 13. Mal en suite für ein Major-Viertelfinale qualifiziert. Die Vorjahresfinalistin führte schon 6:1,4:1, ehe sich Mboko aufbäumte. Beim Stand von 4:5 wehrte die Kanadierin drei Matchbälle ab und rettete sich ins Tiebreak. Auch im 22. Tiebreak en suite war Sabalenka aber erfolgreich. “Was für eine unglaubliche Spielerin für so ein junges Alter”, staunte Sabalenka über die 19-Jährige. Sie kann wohl weiterstaunen. Denn die erst 18-jährige Jovic, die übrigens knapp zwei Jahre älter ist als Österreichs Hoffnung Lilli Tagger, ließ im Achtelfinale der Kasachin Julia Putinzewa gar nur ein Game.

Gauff war gegen Muchova nicht so dominant. “Ich bin froh, dass ich es ausserviert habe. Ihr kennt ja meine Geschichte mit dem Aufschlag”, sagte die trotz ihrer großen Tour-Erfahrung auch erst 21-jährige US-Amerikanerin. “Selbstvertrauen ist der Schlüssel”, schrieb Gauff beim Abgang vom Court auf die Kamera. Dies ist auch das Motto, das sie dieses Jahr für sich ausgegeben hat. Sie bekommt es nun etwas mit der wieder erstarkten Elina Switolina zu tun. Angefeuert von ihrem Mann, Gael Monfils, besiegte die Ukrainerin die als Nummer 8 gesetzte Russin Mirra Andrejewa in der Night Session 6:2,6:4.

Mit großem Selbstvertrauen agierte auch Alexander Zverev. Er bot gegen den als Nummer 18 gesetzten Argentinier Francisco Cerundolo eine überzeugende Leistung beim 6:2,6:4,6:4 und vor allem seine Vorhand war beeindruckend. “Ich bin sehr glücklich mit dem Match. Er hat vorher keinen Satz verloren”, erinnerte Zverev, der sein fünftes Viertelfinale erreichte. “Die letzten zwei Sätze waren Highlevel. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten drei Matches auch zeigen kann”, meinte er schmunzelnd. Ob er sein bisher bestes Tennis gezeigt habe? “Da bin ich jetzt lieber still”, wollte Zverev nichts “verschreien”. Sein nächster Gegner ist der hochtalentierte US-Amerikaner Learner Tien, der nach starker Leistung den Russen Daniil Medwedew nach 102 Minuten 6:4,6:0,6:3 abservierte. Schon vor einem Jahr hatte sich Tien gegen Medwedew durchgesetzt.

Alcaraz mit “Djokovic-Aufschlag” souverän

Auch Alcaraz marschierte souverän in die zweite Turnierwoche, bisher hat er noch keinen Satz abgegeben. Der Spanier hat in der Saisonvorbereitung seine Aufschlagbewegung etwas geändert und diese hat Vergleiche mit jener von Novak Djokovic ausgelöst. Alcaraz erzählte, dass ihm Serbiens Tennis-Legende dazu eine scherzhafte Nachricht geschickt habe. “Mir war gar nicht bewusst, dass es Novaks Aufschlag so ähnlich ist. Ich habe eine Nachricht von Djokovic bekommen, in der stand: ‘Okay, du musst mich bezahlen'”, erzählte Alcaraz, der scherzend hinzufügte: “Ich habe den Vertrag dort drüben, aber ich habe ihn noch nicht getroffen.” Alcaraz trifft nun auf “local hero” Alex de Minaur, der dem Kasachen Alexander Bublik im Duell zweier Top-Ten-Spieler nur sechs Games ließ.

Aus österreichischer Sicht ist noch Thilo Behrmann in “down under” im Bewerb: Der gebürtige Bayer ist bei den Junioren als Nummer 10 gesetzt und besiegte den Australier Ymerali Ibraimi (AUS) 6:1,6:4.

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