Von: apa
Die Hoffnung von Katrin Beierl/Christania Williams auf eine Steigerung am zweiten Tag des olympischen Zweierbob-Bewerbs in Cortina hat sich nicht erfüllt. Die Niederösterreicherinnen rutschten am Samstag im 3. Lauf von Halbzeitrang acht auf Platz neun ab, den sie nach dem abschließenden Durchgang auch in der Endwertung belegten. Der Rückstand auf die siegreichen deutschen Gesamtweltcupsiegerinnen Laura Nolte/Deborah Levi, die ihren Titel verteidigten, betrug 2,13 Sekunden.
Silber ging mit Lisa Buckwitz/Neele Schuten (+0,53) ebenfalls an ein deutsches Duo, Bronze sicherten sich die US-Amerikanerinnen Kaillie Armbruster Humphries/Jasmine Jones (+0,75). Genau so war das Klassement auch schon nach Lauf Nummer drei gewesen. Lea Haslwanter/Victoria Festin verpassten bei ihrer Olympia-Premiere den angestrebten Top-20-Platz und damit die Qualifikation für den 4. Lauf, sie mussten sich mit Rang 24 begnügen.
“War nichts mehr in meinem Körper”
“Die Läufe waren stark, es waren deutlich weniger Fehler als gestern, aber es war nichts mehr in meinem Körper und das Feld ist extrem kompetitiv. Ich glaube, selbst ohne gebrochenem Fuß wäre maximal ein sechster, siebenter Platz drinnen gewesen”, resümierte Beierl. Man habe davon ausgehen müssen, dass man bei den Starts an Boden verlieren werde. “Der Fuß war gerade in den 4. Lauf rein sehr schmerzhaft, es war eine krasse Leistung, es ist cool, dass die letzte Fahrt die sauberste war”, sagte die 32-Jährige.
Erst Mitte Jänner hatte sie sich einen Mittelfußknochen gebrochen, schon das Antreten bei Olympia muss so als Erfolg gewertet werden. “Das Ergebnis scheint nicht so, als dass es ein Bombenresultat wäre, medizinisch gesehen wären wir aber gar nicht am Start gewesen, für das ist ein Top-Ten-Resultat ganz cool”, erläuterte Beierl, die 2022 einen Schlaganfall erlitten hat. Bei ihr fiel so laut eigenen Angaben auch eine Last ab. “Ich bin erleichtert und einfach froh, dass wir das geschafft haben.”
Krankenhaustermin am Dienstag
Die Zusammenarbeit mit Leichtathletin Williams hätte nicht besser sein können. “Sie hat eine super Leistung gebracht, damit die Startzeiten so zusammengekommen sind”, meinte die Himbergerin. In der Zukunft dürften sie weiter gemeinsam den Bobkanal hinuntersausen. “Wenn sie mich braucht, werde ich da sein”, sagte Williams. Für Beierl steht in den nächsten Wochen einmal das Ausheilen der Verletzung im Vordergrund. Am Dienstag steht für sie auf österreichischem Boden ein Krankenhaustermin an, um zu sehen, “wie sich die Schraube im Fuß verhalten hat”.
Ohne Verletzung war Haslwanter unterwegs, von Platz 24 nach zwei Läufen gelang keine Steigerung. “Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden (Anm.: mit dem 3. Lauf). Es ist sehr schade, dass ich nicht in den vierten Lauf gekommen bin. Das Ziel mit den Top 20 ist leider nicht aufgegangen. Die Erwartung von Olympia rundherum ist aber übertroffen worden. Es ist sehr cool, das erleben zu dürfen”, resümierte Haslwanter.




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