Von: mk
Bozen – Ein Kapitel von 13 Jahren geht zu Ende. Daniel Frank wird in der Saison 2026/27 nicht mehr zum Kader des HCB Südtirol Alperia gehören. Der Kapitän, der 2013 – im Jahr des Einstiegs der Foxes in die damalige EBEL (heute ICEHL) – nach Bozen kam, verlässt den Verein, nachdem er die Mannschaft durch eine Ära voller großer sportlicher Erfolge geführt hat.
Es war der Sommer 2013, als der damals erst 19-jährige Daniel in seiner Eisdiele in Meran auf Geschäftsführer Dieter Knoll traf und ihn fragte, ob es im Team einen Platz für einen jungen Spieler gebe, der zuvor in der Red Bull Academy ausgebildet worden war, in Deutschland und für die Meraner Adler gespielt sowie erste Erfahrungen in den Nachwuchs-Nationalteams gesammelt hatte. Es war der Beginn von etwas Großem.
„Frankie“ gewann bereits in seiner ersten Saison im weiß-roten Trikot den Meistertitel. Mit großem Willen und unermüdlichem Einsatz erkämpfte er sich innerhalb weniger Jahre einen Stammplatz in der Mannschaft und zeichnete sich durch Kampfgeist und Opferbereitschaft aus. Wechsel für Wechsel, Spiel für Spiel – bis er 2018, diesmal als Leistungsträger, seinen zweiten Meistertitel feierte und sich vor allem die bedingungslose Liebe der weiß-roten Fans erarbeitete. In der Tradition der großen Kapitäne des HCB bewies Daniel Führungsstärke und Vereinsverbundenheit, bis er schließlich selbst zum Kapitän ernannt wurde. Es war der Sommer 2022 – der Auftakt zu einer Saison, in der die Foxes nur einen Schritt vom dritten Karl-Nedwed-Trophy-Titel entfernt waren und erst im Finale gegen Salzburg scheiterten. Vier Spielzeiten lang trug er das „C“ auf der Brust. In seiner Karriere führte er außerdem die italienische Nationalmannschaft als Kapitän aufs Eis. Für Italien absolvierte er 92 Länderspiele und nahm an drei Weltmeisterschaften der Top Division sowie einer Weltmeisterschaft der Division IA teil.
Mit dem HCB schrieb Frankie endgültig Vereinsgeschichte: 714 Einsätze, 166 Scorerpunkte und Platz vier in der ewigen Rangliste der Spieler mit den meisten Einsätzen – hinter Anton Bernard (737), Alexander Egger (892) und Martin Pavlu (über 930; Quelle: Eliteprospects).
Der gesamte Verein – von der Vereinsführung über Trainer- und Betreuerstab bis hin zur Geschäftsstelle – bedankt sich von Herzen für den Einsatz, die Hingabe und das Herzblut, das Daniel in all den Jahren gezeigt hat. Du wirst für immer ein Teil unserer Geschichte bleiben. Ab heute Abend (20:30 Uhr) ist auf unserem YouTube-Kanal außerdem eine kurze Dokumentation mit einem exklusiven Interview mit Daniel Frank verfügbar.
Daniel Frank: erklärt selbst: „Ich möchte einfach nur Danke sagen. Danke an den Verein, der immer an mich geglaubt hat. Danke an die Fans für all die unglaublichen Emotionen, die wir in diesen Jahren gemeinsam erlebt haben. Danke an meine Familie und an alle Menschen, die immer an meiner Seite standen. Das Trikot des HCB zu tragen, war ein unbeschreiblicher Grund zum Stolz. Das ‚C‘ auf der Brust tragen zu dürfen, war eine unermessliche Ehre. Nicht einmal in meinen schönsten Träumen hätte ich mir vorstellen können, mit dem Sport, den ich liebe, und für die Mannschaft, die ich liebe und immer lieben werde, so viel zu erreichen. Ich habe dem HCB viel gegeben – und ebenso viel zurückbekommen. Ich durfte außergewöhnliche Jahre erleben, unglaubliche Erfolge feiern, bittere Enttäuschungen verkraften, schwere Verletzungen überwinden und auch schwierige Saisonen durchstehen. Das gehört zum Sport. Und wie jede schöne Geschichte muss auch diese irgendwann ihr letztes Kapitel erreichen. Ich kam als junger Bursche mit einem Traum. Ich durfte das große Privileg erleben, diesen Traum zu leben. Heute schließe ich dieses Kapitel mit einem Lächeln und großer Dankbarkeit. Und mit einer Botschaft: Wer an sich glaubt, kämpft und seinen Traum verfolgt, für den ist nichts unmöglich.“
CEO Dieter Knoll betont: „Daniel hat den HC Bozen nicht nur mit dem ‚C‘ auf der Brust vertreten, sondern vor allem mit den Werten, für die dieser Verein steht. Es war keineswegs selbstverständlich, jemanden zu finden, der die Kabine in guten wie in schwierigen Zeiten zusammenhalten konnte – und genau das hat Daniel über viele Jahre hinweg getan. Wir danken ihm für alles, was er für dieses Trikot geleistet hat, und dafür, dass er vorgelebt hat, wie man mit Beharrlichkeit und harter Arbeit seine Ziele erreichen kann. Unsere Verbindung zu Daniel endet nicht mit seinem Abschied: Die Türen des HCB stehen ihm jederzeit offen – ganz gleich, in welcher Form sich unsere Wege in Zukunft wieder kreuzen werden.“




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