Von: apa
Eisschnellläuferin Vanessa Herzog tritt am Montag (17.30 Uhr) bei den Olympischen Winterspielen über 1.000 m an. Die Tirolerin hat sich am Sonntag gemeinsam mit ihrem Ehemann und Trainer Thomas Herzog nach ihrem Sonntagmittag absolvierten Abschlusstraining für einen Start entschieden, nachdem sie seit Wochen von Rückenschmerzen geplagt worden war. Zweite ÖOC-Teilnehmerin bei diesem Bewerb ist mit Jeannine Rosner eine weitere Tirolerin, sie wurde am Samstag über 3.000 m 19.
“Ich habe in den letzten Tagen dank des Supports der Ärzte und Physios des ÖOC Fortschritte gemacht und kann die Schmerzen am Eis im erträglichen Bereich halten”, sagte Vanessa Herzog der APA. “Ich bin froh, dass ich starten kann und hätte vor einer Woche noch nicht daran geglaubt.” Druck habe sie keinen, meinte die 30-Jährige. “Schon hier am Start zu stehen, ist ein persönlicher Erfolg für mich und das Team, das mich unterstützt.” Noch am Mittwoch hatte Thomas Herzog angekündigt, dass ein Start über 1.000 m eher unwahrscheinlich sei.
Seine Ehefrau hat auch noch einen Start am nächsten Sonntag auf ihrer Paradedistanz 500 m vor sich, fühlte sich in dieser Saison aber über die doppelte Distanz besser. Die Wahl-Kärntnerin war sowohl 2018 als auch 2022 Olympia-Vierte und vor gut einer Woche nach dreiwöchiger Zwangspause wegen einer Bandscheibenvorwölbung samt beidseitiger Entzündung des Iliosakralgelenks in Mailand auf das Eis zurückgekehrt. Nach anfänglicher Zuversicht erfolgte Mitte der Woche ein Rückschlag, nun aber doch das Grüne Licht.
Herzog: “Bei mir und Olympia muss immer etwas sein”
Österreichs Sportlerin des Jahres 2019 hatte bei den vergangenen beiden Spielen 2018 in Pyeongchang und 2022 in Sotschi das Podest wohl auch wegen gesundheitlicher Probleme knapp verpasst. Vor vier Jahren waren es Bandscheibenprobleme. “Bei mir und Olympia muss immer etwas sein”, sagte sie nun. “Aber ich versuche, positiv zu bleiben und alles zu probieren. Ich war super-schnell im Training.” Einschränkungen für den 500-m-Bewerb durch die Wettkampfbelastung sieht Herzog nicht. “Es ist fast eine Woche dazwischen”, sagte sie begründend.
Rosner war zwar in ihrem ersten Olympia-Rennen überhaupt durch eine Verkühlung gehandicapt, hatte sich aber doch mehr erwartet als den vorletzten Platz im 20er-Feld. “Vielleicht bin ich die zweite Runde zu schnell angegangen”, rätselte sie über ihren Einbruch im Finish. “Man muss es verdauen, aber hoffentlich komme ich dann in vier Jahren als Favoritin.” Das Eis fühle sich etwas langsam an, sie komme nicht ganz so zurecht. Über 1.000 m erwarte sie sich nicht viel. “Ich bin keine Sprinterin. Ich möchte Spaß haben und die Distanz mitnehmen”, sagte die 19-Jährige.




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