Talent zählt mehr als das Geschlecht

Girls Wanted bei Olympia

Donnerstag, 05. Februar 2026 | 09:27 Uhr

Von: Ivd

Bozen/Antholz – Gleiche Fähigkeiten – gleiche Chancen: Dafür steht die Aktion Girls Wanted, die mit einem leuchtbeschrifteten Container auf sich aufmerksam macht. Seit kurzem steht dieser Container auch in der Nähe der Südtirol Arena in Antholz, wo am Freitag der Startschuss für die Olympischen Winterspiele fällt. Eine besondere Chance, um darauf hinzuweisen, dass Kompetenz und Talent keine Geschlechtergrenzen kennen.

“Mit dieser Initiative möchten wir die bedeutende Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft sichtbar machen. Insbesondere Athletinnen übernehmen dabei eine wichtige Vorbildfunktion und leisten einen entscheidenden Beitrag, um die Relevanz von Gleichstellung sowohl im Sport als auch im gesellschaftlichen Leben zu betonen. Die Olympischen Spiele bieten hierfür eine einzigartige Bühne mit weltweiter Strahlkraft”, betont der für Chancengleichheit zuständige Landeshauptmann Arno Kompatscher. Das Land Südtirol hat die Schirmherrschaft für die Initiative übernommen, die gemeinsam mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen und Daniela Niederstätter (Niederstätter AG) sowie Sara Canali (SHER) organisiert wird.

“Gleichberechtigte Chancen im Sport haben weitreichende gesellschaftliche Auswirkungen. Athleten und Athletinnen mit denselben Möglichkeiten werden zu Vorbildern für kommende Generationen und inspirieren junge Menschen, ihre Träume zu verfolgen – unabhängig von Geschlecht sowie kulturellem und sozialem Hintergrund”, betonen Ulrike Oberhammer und Nadia Mazzardis, Präsidentin und Vizepräsidentin des Landesbeirats für Chancengleichheit für Frauen. Die im vergangenen Mai gestartete Initiative Girls Wanted, kuratiert von Sabine Gamper, möchte die berufliche Entwicklung von Frauen unterstützen und aktive Diskussionen über berufliche Stereotype fördern, insbesondere in traditionell männlich dominierten Bereichen.„Ein besonders deutliches Beispiel für Ungleichheit im Sport ist die Nordische Kombination, die derzeit die einzige olympische Disziplin ist, in der Frauen nicht zugelassen sind”, mahnen Oberhammer und Mazzardis.

Zu finden ist der Container, der von Künstlerin Lena Lapschina (Kurgan, Russland, 1965) gestaltet wurde, in der Nähe des Südtirol Home, des zentralen Treffpunkts und Hubs für Athleten. Ein Schild neben der Installation lädt Publikum, Athleten und institutionelle Vertreter dazu ein, ein Selfie vor dem Werk zu teilen, die Instagram-Seite des Projekts (@girls_wanted.bz) zu taggen und so selbst zu Testimonials der Girls-Wanted-Werte zu werden.

Begleitet wird die Aktion am 19. Februar von einer Abendveranstaltung, organisiert vom Netzwerk Südsterne im Südtirol Home (ab 18.00 Uhr). Dort wird im Rahmen einer öffentlichen Performance erneut auf das Thema hingewiesen.

Bezirk: Bozen

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