Von: apa
Ein 1:1 der bescheideneren Sorte hat Japan und Schweden gereicht, um sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag für das Sechzehntelfinale der Fußball-WM zu qualifizieren. Daizen Maeda (56.) und Anthony Elanga (62.) erzielten in Dallas die Treffer in einer chancenarmen Partie. Japan, hinter den Niederlanden Zweiter von Gruppe F, bekommt es bereits am Montag in der K.o.-Runde nun mit Brasilien zu tun, Schweden ist als einer von acht besten Pool-Dritten weiter.
Den 70.137 Zuschauern in Dallas bot sich in der ersten Hälfte alles andere als ein Leckerbissen. Hüben wie drüben regierte noble Zurückhaltung, ein Remis reichte schließlich beiden Teams zum Aufstieg. Der etwas größere Druck lastete auf Schweden, das einen Punkt weniger am Konto hatte. Doch auch die Skandinavier verzichteten auf die große Attacke. Die einzige nennenswerte Chance vor der Pause vergab Ex-LASK-Akteur Keito Nakamura, der an Schweden-Goalie Jacob Zetterström scheiterte. Der war nach dem 1:5 gegen die Niederlande neu für Kristoffer Nordfeldt gekommen.
Schweden im Finish stärker
Doch die Partie sollte zumindest noch etwas Fahrt aufnehmen. Maeda belohnte die stärkeren Bemühungen der Japaner mit dem 1:0 und weckte damit auch die Schweden, denen bei einer Niederlage das große Zittern bzw. das Aus gedroht hätte. Prompt gelang Elanga nur sechs Minuten später das 1:1, eine lebhafte Schlussphase war die Folge, in der Schweden weiter aufkam und in der Nachspielzeit noch an der Latte anklopfte. Am Weiterkommen änderte das nichts, ihren Gegner kennt das Tre-Kronors-Team aber noch nicht genau. In Frage kommen Deutschland, Frankreich, Norwegen und die Schweiz.
“Wir haben das erreicht, was wichtig war: so wenige Gegentore wie möglich zu kassieren, nicht zu verlieren und zumindest einen Punkt mitzunehmen”, befand Japans Tormann Zion Suzuki. “Dass wir diese Serie ohne Niederlage nun mit ins nächste Spiel gegen Brasilien nehmen können, ist auf jeden Fall positiv.” Zufrieden war letztlich auch Elanga. “Ich wollte heute unbedingt gewinnen, aber ich denke, am Ende war der eine Punkt genug. Und ich bin wirklich stolz auf die ganze Mannschaft”, erklärte Schwedens nunmehr zweifacher Torschütze bei dieser WM.




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