Von: apa
Kolumbien hat als Gruppe-K-Sieger den Sprung ins Sechzehntelfinale der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko geschafft. Die Südamerikaner trennten sich am Samstag im abschließenden Schlager von Verfolger Portugal in Miami vor 64.478 Zuschauern torlos und hielten diesen um zwei Punkte auf Distanz. Zum Auftakt der K.o.-Phase wartet am Samstag in Kansas City ein Drittplatzierter, die Portugiesen treten bereits am Freitag in Toronto gegen den Pool-L-Zweiten Kroatien an.
“Die Jungs waren überragend, meiner Meinung nach hätten wir den Sieg verdient gehabt. Wir haben uns so viele Torchancen erarbeitet, aber uns hat die nötige Konsequenz im Abschluss gefehlt”, resümierte Kolumbiens Teamchef Nestor Lorenzo. Sein Spielmacher sah es ähnlich. “Wir haben ein großartiges Spiel gegen einen starken Gegner gezeigt. Das Einzige, was uns gefehlt hat, war ein Tor”, sagte James Rodriguez. Die Portugiesen waren nicht so zufrieden. “Wir müssen anerkennen, dass Kolumbien ein Spitzenteam ist. Die Partie hat aufgezeigt, dass wir Anpassungen vornehmen müssen, um für die nächste Partie besser vorbereitet zu sein”, meinte Teamchef Roberto Martinez.
Kolumbien nach der Pause viel gefährlicher
Die Partie nahm nach einer ereignisarmen Anfangsphase, in der nur der in die Startelf gerückte kolumbianische Stürmer Jhon Cordoba zweimal (2., 17.) gefährlich wurde, kurz vor der Pause richtig an Fahrt auf. Portugal drückte da auf die Führung. Bruno Fernandes scheiterte an Tormann Camilo Vargas (39.), Ruben Neves zielte vorbei (40.) und Joao Felix setzte einen Volley knapp drüber (42.). Der portugiesische Stürmer war es auch, der nach Wiederbeginn über das Tor köpfelte (51.). Sonst waren allerdings bei einem munteren Hin und Her die Kolumbianer deutlich gefährlicher.
Portugals Tormann Diogo Costa musste bei Abschlüssen von Jefferson Lerma (55.) und Jhon Arias (66.) Paraden zeigen. Zudem vergaben Richard Rios (62.), Gustavo Puerta (67.) und Luis Suarez (88.) weitere Chancen. Der vermeintliche Siegtreffer des aufgerückten Davinson Sanchez per Kopf nach einer Idealflanke zählte wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht. Damit gab es im ersten direkten Duell der beiden Teams keinen Sieger. Portugals 41-jähriger Superstar Cristiano Ronaldo konnte sich im Gegensatz zu seinem Doppelpack beim 5:0 gegen Usbekistan diesmal nicht entscheidend in Szene setzen.




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