Mühlberger steht vor dem Gesamtsieg

Mühlberger behauptet Ö-Tour-Führung auf Heimetappe in Steyr

Samstag, 11. Juli 2026 | 17:33 Uhr

Von: apa

Gregor Mühlberger muss für den ersten österreichischen Gesamtsieg bei der Tour of Austria seit 2013 nur noch die wenig selektive Schlussetappe nach Wien überstehen. Denn der 32-Jährige behauptete am Samstag auf dem vierten Teilstück mit Start und Ziel in Steyr (170,5 km) als Elfter in der Spitzengruppe seine Führung souverän. Der Tagessieg in der unmittelbaren Heimat des für das Nationalteam fahrenden Decathlon-Profis ging an den Italiener Andrea Bagioli (Lidl).

Mühlberger parierte in der Schlussphase mit mehreren Anstiegen wie dem steilen Porscheberg etliche Attacken. Im Sprint auf Pflastersteinen in Steyr ging er nach der Abfahrt kein Risiko ein und kam am Ende der ersten Gruppe an. “Ich habe mir gedacht, ich will es nicht herausfordern und riskiere nichts. Ich bin mit den zwei Etappensiegen sehr zufrieden, das große Ziel ist die Gesamtwertung. Jetzt schauen wir, dass wir das am Sonntag heimbringen”, sagte Mühlberger im ORF-Interview. Vor so vielen rot-weiß-roten Fans, bekannten Gesichtern und seiner Familie zu fahren, sei ein Genuss gewesen. “Schöner geht es nicht, ein Traum”, sagte der Haidershofener, der den Auftakt in der Steiermark und die Großglockner-Etappe gewonnen hatte.

Vorsprung vor Schlussetappe nur leicht geschmolzen

Sein Guthaben im Gesamtklassement auf den zweitplatzierten Kevin Vermaerke aus dem UAE-Rennstall schmolz durch die Zeitbonifikation des US-Amerikaners für Etappenrang zwei um sechs Sekunden auf 1:25 Minuten. Dritter ist mit 1:40 Minuten Rückstand weiterhin der niederländische Routinier Bauke Mollema. Als zweitbester Österreicher liegt Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg) an der 15. Position.

Am Sonntag auf der kurzen Etappe von Langenlois nach Wien (109 km) sollte der Sieg von Mühlberger bei der 75. Auflage nicht mehr in Gefahr geraten. Es wird nach der Einfahrt in die Hauptstadt über Königstetten, den Dopplerhütte-Anstieg nach Mauerbach und die Westeinfahrt mit einer Sprintankunft vor dem Burgtheater gerechnet.

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