Von: apa
Weltmeister Lando Norris ist beim zweiten Formel-1-Sprint der Saison in Miami zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg gefahren. Der Brite führte im kurzen Rennen in Florida, dem ersten seit der fünfwöchigen Zwangspause wegen des Iran-Krieges, einen McLaren-Doppelsieg vor Oscar Piastri an. Das Podium komplettierte Charles Leclerc im Ferrari. Im Qualifying holte sich WM-Leader Kimi Antonelli (Mercedes) die Poleposition für den Grand Prix am Sonntag (22.00 Uhr MESZ/ORF 1, Sky).
Dahinter meldete sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen (+0,166 Sek.) eindrucksvoll zurück, in der zweiten Startreihe stehen Leclerc (+0,345) und Norris (+0,385). George Russell musste sich im zweiten Mercedes mit Rang fünf begnügen, vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton (Ferrari) und Piastri. Am Sonntag werden in Miami starke Unwetter mit Regenschauern und Gewittern erwartet, weshalb eine Vorverlegung des Starts möglich ist.
Antonelli steht zum dritten Mal in Serie bei einem Grand Prix auf dem ersten Startplatz. “Es ist ein toller Tag”, sagte der Shootingstar, der sich bei den Rennstarts verbessern will. Verstappen war ebenfalls zufrieden. “Das Layout der Strecke kommt dem Auto entgegen. Ich habe auch mehr Kontrolle über das Auto und die Upgrades funktionieren. Ich bin in der ersten Reihe, das hätte ich mir vor dem Wochenende nicht erwartet”, sagte der Niederländer. “Man sieht das Licht am Ende des Tunnels.”
Strafe für Antonelli
Im Sprint hatte Antonelli Platz vier wegen einer Strafe nach Rennende noch verloren. Der 19-jährige Italiener hatte zu oft die Streckenbegrenzungen überfahren und rutschte nach einer Fünf-Sekunden-Strafe hinter Russell und Vierfach-Champion Verstappen um zwei Positionen zurück. In der WM-Wertung verkürzte Russell damit seinen Rückstand auf sieben Punkte, allerdings gewann erstmals in dieser Saison kein Mercedes-Pilot.
Norris, der nach den Regelanpassungen bei den neuen Hybridmotoren und in einem dank vieler Upgrades runderneuerten McLaren fehlerfrei fuhr, konnte nach dem vierten Sprint-Sieg seiner Karriere überglücklich sein. “Es ist schön, wieder am obersten Podest zu stehen. Die Upgrades haben uns dieses Wochenende wirklich sehr geholfen. Ein guter Start ins Wochenende, aber morgen zählt es”, sagte der Titelverteidiger, der von Astronaut Reid Wiseman, Kommandant der jüngsten NASA-Mondmission “Artemis II”, die Siegertrophäe überreicht bekam.
Mercedes wird erst beim nächsten Grand Prix in Kanada in drei Wochen den “Silberpfeil” mit neuen Teilen verbessern. Teamchef Toto Wolff verlor auch deshalb nicht die Nerven. “Wir wissen, dass wir mit den Upgrades im Vergleich zu den anderen Teams hinterherhinken. Wir hatten gehofft, unseren Vorsprung halten zu können, und was die Rundenzeiten angeht, lagen wir im Sprint nah am Tempo der Spitzengruppe”, betonte der Wiener. Mit Blick auf den verpatzten Start von Antonelli nahm Wolff seinem Schützling die Verantwortung. “Es war keinesfalls Kimis Schuld, sondern ein Problem auf unserer Seite.” Wenig später schlug Antonelli im Qualifying vor den Augen der beiden Ski-Stars Mikaela Shiffrin und Aleksander Aamodt Kilde mit einer Traumrunde zurück.
Schweigeminute für Zanardi
Nach einer Schweigeminute für den verstorbenen Ex-F1-Fahrer Alex Zanardi schalteten die Fahrer im Sprint erstmals seit der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wieder in den Rennmodus. Zum ersten Mal in diesem Jahr startete kein Mercedes von der Poleposition. Während Norris seine Spitzenposition verteidigte, rutschte Antonelli um zwei Positionen hinter Piastri und Leclerc zurück. Die Ferraris kamen wegen einer Regelanpassung am Startprozedere nicht so flott wie gewohnt vom Fleck, Hamilton ging in der ersten Runde aber trotzdem an Verstappen vorbei auf Platz sechs. In der 7. von 19 Runden ging Russell an Antonelli vorbei, dem Teenager gelang kurz darauf aber der Konter. Dahinter lieferten sich Hamilton und Verstappen ein Duell, mit dem besseren Ende für den Red-Bull-Piloten.




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