Die ÖOC-Spitze fährt hoch zufrieden nach Hause

ÖOC-Präsident Nussbaumer mit Bilanz hochzufrieden

Samstag, 21. Februar 2026 | 18:07 Uhr

Von: apa

Mit einer erfreulichen Bilanz kehrt das österreichische Team von den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina zurück. Fünfmal Gold, 18 Medaillen und damit so viele wie in Peking 2022, 56 Diplom-Plätze unter den besten sechs und über 70 Top-10-Platzierungen hatten die ÖOC-Athletinnen und -Athleten Samstag auf der Habenseite. “Ich bin sehr zufrieden”, sagte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer am Tag vor der Abschlussfeier und offenbarte Pläne, diese Ausbeute künftig auszubauen.

Nussbaumer und ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch zogen sportlich und – unter den schwierigen Bedingungen mit den sechs Clustern in Italien – auch organisatorisch ein ausgesprochen positives Resümee. “Ich bin sehr, sehr stolz auf dieses tolle Team und auf alle, die mitgeholfen haben, Trainer, Serviceleute, ÖOC-Leute”, sprach Nussbaumer ein Pauschallob aus. Er werde “lange brauchen, diese Eindrücke zu verarbeiten”, sagte der Oberösterreicher.

Goldmünzen als Medaillenprämie

Mit Philharmoniker-Goldmünzen im Wert von 20.000 Euro für Gold, 17.000 für Silber und 14.000 für Bronze werden die Medaillengewinner belohnt. Der ÖOC-Chef vergaß aber auch nicht auf all jene, die sich ihre sportlichen Träume nicht erfüllen konnten und die man “durchgetragen” habe durch ihre Enttäuschungen.

Auch die italienischen Organisatoren bekamen von Österreich gute Noten. Sie “haben es geschafft, dass unsere Athletinnen und Athleten gute Wettkampfbedingungen hatten und gute Unterkünfte. Das hat dazu beigetragen, dass wir uns sehr wohl gefühlt haben”, betonte Nussbaumer, der als Ruderer dreimal an Olympischen Spielen teilgenommen hatte und nun erstmals als verantwortlicher Funktionär.

Spiele mit Fans und Begeisterung

Ähnlich wie Gosch, der zunächst zweimal im Beach-Volleyball angetreten ist, danach siebenmal als ÖOC-Mitarbeiter dabei war und seine zehnten Olympischen Spiele nun als Generalsekretär. “Wir haben ganz beeindruckende Spiele erlebt. Spiele mit Zuschauern und der Begeisterung der Fans ist ganz was anderes wie die Ausgaben während der Covid-Zeit. Man hat gesehen, wie viel Kraft hinter Olympia steckt. Man hat auch immer gespürt, dass vonseiten der Italiener eine große Leidenschaft für Sport und für Olympia da ist. Das OK hat alles getan, um Lösungen zu finden”, sagte Gosch.

Nussbaumer und Gosch hoben auch die Ausstrahlung des Österreich-Haus’ in Cortina hervor, das wieder zum Treffpunkt für Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt Sport wurde und Österreich als Tourismus-Destination gut präsentierte. Man habe Österreich als “freundliches, modernes, offenes Land präsentiert”. Höhepunkte waren die Medaillenfeiern nicht nur der heimischen Sportler, sondern auch internationaler Top-Stars wie Federica Brignone oder Mikaela Shiffrin.

Drei große Punkte der Erkenntnis

Für das ÖOC steht am Montag die Medaillenfeier in Innsbruck an, danach werden die Planungen für die Sommerspiele 2028 und die nächsten Winterspiele 2030 in den französischen Alpen intensiviert. Und es wird daran gearbeitet, die Medaillen-Ausbeute künftig weiter auszubauen. Die 115 Olympia-Teilnehmer sowie Trainer erhalten einen Fragebogen, der wissenschaftlich ausgewertet wird. “Wir wollen uns kontinuierlich weiterentwickeln. Es geht um optimale Betreuung und Unterstützung in Zusammenarbeit mit allen Institutionen. Im Zentrum steht der Athlet und die Frage, wie können wir ihn besser machen”, betonte Gosch.

Nussbaumer fasste seine Erkenntnisse in drei großen Punkten zusammen. “Wir brauchen eine sehr gute Infrastruktur, damit Athleten so trainieren können, wie sie es an Wettkampfstätten vorfinden. Am Materialsektor müssen wir auf höchstem Niveau arbeiten, wir brauchen die beste Ausstattung. Das dritte ist, dass die Trainingswissenschaft in Österreich noch viel besser wird. Wir haben eine Idee, wie wir das machen können”, sagte Nussbaumer. Olympia-Zentren gibt es in sechs Bundesländern, sie sind “aber noch nicht in ganz Österreich ausgerollt. Ich würde mir wünschen, allen in Österreich das angedeihen zu lassen. Dann könnten wir den Sport in Österreich auf ein ganz neues Niveau heben”.

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