Von: apa
Für Sebastian Ofner ist am Dienstag bei den French Open erstmals seit 2022 gleich zum Auftakt das Aus gekommen. Der 30-jährige Steirer war gegen den Rom-Semifinalisten Luciano Darderi, aktuelle Nummer 17 der Tenniswelt, als Außenseiter ins Match gegangen. Ofner verlor nach 2:19 Stunden 6:7(5),2:6,3:6 womit im Einzel kein Österreicher mehr dabei ist. Ofner hat damit auch eine schnelle Rückkehr in die Top 100 nicht geschafft und wird sich außerhalb der Top 120 wiederfinden.
Dabei startete Ofner stark und ebenbürtig. Er ließ im ersten Satz bis zum 4:4 nicht weniger als sechs Breakchancen aus, und wie so oft schaffte dann der Gegner zum 5:4 das erste Break. Mit kräftiger Hilfe von Ofner, der bei 15:30 zwei Doppelfehler in Folge beging. Er rettete sich zwar mit einem sofortigen Rebreak zum 5:5, kam ins Tiebreak und holte dort ein 3:5 noch auf. Nach knapp einer Stunde ging der Satz dann aber doch noch verloren.
“Der erste Satz war schade, da habe ich schon einige Chancen gehabt. Leider heute liegen lassen. Es gibt so Tage, wo man die Chancen einfach nicht nützt”, erklärte Ofner. “Das Break habe ich ihm leider geschenkt.”
Auch im zweiten Satz egalisierte Ofner ein 0:2, musste dann aber zum 2:4 neuerlich sein Service abgeben. Eine Chance zum 3:4 ließ er ungenutzt, womit auch Satz zwei verloren war – und auch die Partie. Zwischenzeitlich musste Ofner, der wegen seiner Kurzsichtigkeit schon lange Kontaktlinsen trägt, in einer Pause Augentropfen nehmen.
Das Match erinnerte ein wenig an das Aus von Qualifikant Jurij Rodionov am Vortag, der auch nach einem starken, aber verlorenen Auftakt-Tiebreak gegen den ebenfalls favorisierten Arthur Rinderknech (FRA-22) keine Chance mehr hatte. Schließlich verloren beide Österreicher mit dem exakt gleichen Ergebnis. Seine Paris-Bilanz war natürlich nicht befriedigend. “Das war jetzt kein berauschendes Match. Natürlich ist der Gegner super in Form, dann kommt so ein Ergebnis zustande.
Bis Wimbledon droht weiterer Rückfall
Ofner war bis vor French-Open-Beginn schon seit einiger Zeit einziger Top-100-Mann Österreichs. Er wusste allerdings schon in Rom, dass dieser Status bis inklusive Wimbledon auf dem Spiel steht. Danach hat er wegen seiner Vorjahresverletzung nichts zu verteidigen und kann wieder Boden gutmachen. “Es kommt drauf an wie ich jetzt bis Wimbledon spiele.” Ofner, der übrigens schon seit längerer Zeit eine brasilianische Freundin hat, wird nun in Wien trainieren, und dann vor Wimbledon die Challenger in Bratislava und Parma auf Sand bestreiten. Eventuell spielt er vor dem dritten Major des Jahres noch Qualifikation beim Rasenturnier auf Mallorca.
Ob Ofner nach Wimbledon auch die US-Turniere bestreitet, hänge von seinem Ranking und seiner Form ab. Die neuerliche Rückkehr in die Top 100 könnte sich ziehen. “Es ist wieder eine zache Geschichte, aber wenn ich gut spiele, wenn ich meine Form finde und halten kann, glaube ich, dass ich es trotzdem wieder schneller schaffen kann.”




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