Von: luk
Bozen – Vier Tage vor dem Start der Olympischen Winterspiele Mailand–Cortina rückt Südtirol, Austragungsort der Biathlonbewerbe, zunehmend in den Fokus internationaler Medien. Die Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) widmet der autonomen Provinz am heutigen Morgen einen ausführlichen Bericht und bezeichnet sie als “die deutschsprachigste Provinz Italiens, die ihre Vielfalt verteidigt”.
“Schwindelerregende schneebedeckte Gipfel, grüne Almen: Die autonome Provinz Südtirol, Heimat des Tennisphänomens Jannik Sinner, wird die Biathlon-Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele ausrichten – eine Gelegenheit, die kulturellen Besonderheiten eines mehrheitlich deutschsprachigen Gebiets hervorzuheben”, heißt es in dem Beitrag.
Neben Englisch und Französisch, den offiziellen Sprachen der Spiele, sowie Italienisch als Sprache des Gastgeberlandes werde auch Deutsch im visuellen Erscheinungsbild der Olympischen Spiele Mailand–Cortina 2026 präsent sein, berichtet AFP. Dies gelte insbesondere im Raum Antholz, dem nördlichsten der sieben Wettkampforte.
Die Agentur skizziert zudem die komplexe Geschichte Südtirols und den Weg zur heutigen Autonomie. In diesem Zusammenhang kommt auch der Landeskommandant der Südtiroler Schützen, Christoph Schmid, zu Wort. Er äußert sich zu den derzeit in mehreren Landesteilen angebrachten Plakaten mit der Aufschrift “Grüß Gott in Tirol”. Mit dieser Aktion wolle man, so Schmid, auf eine “historische Realität aufmerksam machen, die viele ignorieren” – nämlich dass den Südtirolern das Recht auf Selbstbestimmung verweigert werde.
Landeshauptmann Arno Kompatscher betont gegenüber AFP hingegen den europäischen Gedanken: “Wir wollen ein kleines Europa in Europa sein und damit den europäischen Leitspruch der Einheit in der Vielfalt aufgreifen.” Dies entspreche, so Kompatscher, “voll und ganz dem olympischen Geist”.




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