Pogacar schlägt bei der Tour 2026 zum vierten Mal zu

Pogacar baut Tour-Gesamtführung mit Sieg in Vogesen aus

Samstag, 18. Juli 2026 | 18:28 Uhr

Von: APA/dpa/sda

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat die schwere Vogesen-Etappe bei der Tour de France am Samstag gewonnen und sein Gelbes Trikot gefestigt. Der slowenische Weltmeister siegte auf der 14. Etappe über 155,3 Kilometer von Mülhausen nach Le Markstein im Alleingang mit mehr als einer halben Minute Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Isaac del Toro aus Mexiko und dem französischen Jungstar Paul Seixas. Gesamt liegt er nun 4:30 Minuten vor dem Dänen Jonas Vingegaard.

Auf dem letzten Anstieg hatte zunächst Vingegaard (Visma) die Initiative übernommen. Remco Evenepoel, Juan Ayuso und Florian Lipowitz konnten nicht mehr folgen. Auf den letzten zwei steilen Kilometern griff Pogacar vehement an, sprengte die Spitzengruppe und fuhr auf den sechs flachen Kilometern bis ins Ziel in Le Markstein einen souveränen vierten Etappensieg bei dieser Tour heraus. Insgesamt war es sein 25. bei der Tour. Damit zog er in der Rekordliste mit dem viertplatzierten Andre Leducq (FRA/25) gleich. Die meisten Tour-Etappen hat Ex-Weltmeister Mark Cavendish (GBR/35) gewonnen.

Großschartner: “Perfekter Tag”

Pogacars Stallkollege Felix Großschartner spielte auf der schweren Bergetappe mit 3.800 Höhenmetern und drei Anstiegen der ersten Kategorie eine wichtige Rolle, machte nach rund 100 Kilometern viel Tempo für seinen Kapitän. “Ich habe mich brutal gut gefühlt, es war ein perfekter Tag für uns”, betonte der 32-Jährige auf Eurosport und hob nicht zuletzt die Stimmung an der Strecke hervor. “Ich bin doch schon einige Male die Tour gefahren, so etwas wie da habe ich noch nie erlebt. Ich habe die Stimmung voll genossen”, sagte Großschartner, der schließlich mit 19:46 Minuten Rückstand die Ziellinie überquerte.

Die 15. Etappe der Tour de France führt am Sonntag von Champagnole zum Plateau de Solaison und markiert den Beginn der Alpen. Mit der extrem schweren Schlusssteigung dürfte es erneut zum großen Kräftemessen der Favoriten kommen. Am Tag vor dem zweiten Ruhetag wartet auf die Fahrer eine 184 km lange Etappe mit vier klassifizierten Anstiegen und insgesamt 3.950 Höhenmetern.

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