Von: apa
Einen Tag vor dem Play-off-Hinspiel der Fußball-Bundesliga ist der Abgang von Trainer Maximilian Senft aus Ried offiziell. Senft wechselt nach Saisonende und vier Jahren im Innviertel zum deutschen Zweitligisten Karlsruher SC. “Meine Entscheidung, im Sommer ein neues Kapitel aufzuschlagen, habe ich mir nicht leicht gemacht”, sagte Senft in einer Vereinsaussendung. Er hinterlasse jedoch eine Mannschaft, “die für die Zukunft gewappnet ist”.
Ried erklärte, man erhalte für Senft, der einen Vertrag bis Juni 2027 besaß, “eine in der Höhe übliche Ablösezahlung”. Zwei Spiele lang – am Freitag im Heimspiel gegen Rapid und am Montag beim Rückspiel in Wien – sitzt Senft noch auf der Trainerbank der “Wikinger”. “Jetzt möchte ich gemeinsam mit der Mannschaft zum Saisonfinish noch für eine letzte Sensation sorgen und mich mit einem Europacup-Startplatz verabschieden”, erklärte Senft.
Rieder “Sprungbrett”
Der mittlerweile 36-jährige Wiener trat mit der SV Ried sowohl den Abstieg (2023) als auch den Aufstieg (2025) an. Im Grunddurchgang verpassten die Oberösterreicher knapp den Einzug in die Meistergruppe. Die Rieder betonten in ihrer Aussendung, “diesen internationalen Karriereschritt des Trainers” als Club unterstützen zu wollen. “Das genau zeichnet ja die SV Oberbank Ried seit Jahrzehnten aus. Wir sind sowohl für Trainer als auch für Spieler ein interessantes Sprungbrett für die weitere Entwicklung”, meinte Präsident Thomas Gahleitner.
Senft war bereits im Winter mit einem ligainternen Wechsel zu Sturm Graz in Verbindung gebracht worden. Ein Abgang des Langzeittrainers trifft die Vereinsverantwortlichen demnach nicht unvorbereitet. “Wir haben diesbezüglich unsere Hausaufgaben gemacht und mehrere Kandidaten auf unserer Watchlist”, sagte Gahleitner. Die Konstanz in der sportlichen Entwicklung soll sichergestellt werden. “Dafür wird unser Sportvorstand Wolfgang Fiala sorgen, der ja mit der Kaderplanung die dafür wichtigen Weichenstellungen trifft”, meinte Gahleitner.
KSC: Senft steht für “nachweisbaren Erfolg”
Beim Tabellenzehnten der zweiten deutschen Liga wurde Senft mit einigen Vorschusslorbeeren begrüßt. “Er bringt eine klare Spielidee, hohe Arbeitsintensität, Entwicklungskraft und nachweisbaren Erfolg mit. Deshalb sind wir überzeugt, dass wir auf der Position des Cheftrainers für die Zukunft sehr gut aufgestellt sind”, erklärte KSC-Sportgeschäftsführer Mario Eggimann. Senft gebe Mannschaften Struktur und entwickle Spieler weiter. “Er hat gezeigt, dass er Erfolg nicht nur kurzfristig erzeugen, sondern über tägliche Arbeit stabilisieren kann”, meinte Eggimann.




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