Von: luk
Antholz – Wenn in wenigen Tagen die Augen der Sportwelt auf Antholz gerichtet sind, ist der Südtiroler Sanitätsbetrieb für die gesundheitliche Versorgung vor Ort verantwortlich. Derzeit werden die letzten Vorbereitungen abgeschlossen, damit die medizinischen Einsatzteams gut gerüstet in die Olympischen Winterspiele starten.
Antholz wird vom 6. bis 22. Februar 2026 zur Bühne für die Olympischen Biathlon‑Wettkämpfe und somit zum Treffpunkt für zehntausende Fans sowie rund 200 Spitzenathletinnen und -athleten und deren Teams.
In allen italienischen Austragungsregionen für Olympia 2026 wird die medizinische Versorgung von den öffentlichen Sanitätsbetrieben gewährleistet, so auch in Südtirol. Hierzulande hat eine Projektgruppe unter der Leitung von Primar Dr. Marc Kaufmann, dem von „Milano-Cortina“ ernannten „Medical Care Manager“ der Olympischen Winterspiele in Antholz, ein Versorgungskonzept ausgearbeitet. Dieses entspricht den strengen Vorgaben der Stiftung Milano-Cortina 2026 und des Internationalen Olympischen Komitees und garantiert die qualitativ hochwertige gesundheitliche Versorgung während der Winterspiele im Antholzer Tal.
Vom ersten Training Ende Jänner bis zur letzten Entscheidung am 21. Februar sind ärztliche und pflegerische Teams des Sanitätsbetriebes in Zusammenarbeit mit dem Weißen und Roten Kreuz sowie dem Bergrettungsdienst rund um die Uhr einsatzbereit. Es gilt die Athletinnen und Athleten, die Teams sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer bestmöglich zu betreuen.
Die medizinische Versorgung der Athletinnen und Athleten in der Biathlon Arena selbst umfasst einen Emergency-Room im Zielbereich sowie eine „Medical Station – Athletes“ im Untergeschoss der Anlage mit einem eigenen Notfall-Team. Ergänzend steht auch eine mobile Einsatztruppe mit Motorschlitten bereit, die rasch zur Stelle ist, sollte in der Loipe ein Unfall passieren.

Für die Gesundheitsversorgung der an den Wettkampftagen rund 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer gibt es eine eigene, große „Medical Station – Spectators” im Eingangsbereich zur Arena, die in einem Containerbau untergebracht ist. Dort stehen rund um die Uhr notärztliche und pflegerische Teams sowie Rettungsfahrzeuge bereit. In der Medical Station befindet sich auch eine Außenstelle der Landesnotrufzentrale während der Zeit der Winterspiele.
Außerdem wurde für die sogenannte „Olympische Familie“, also für die Athletinnen und Athleten, deren Trainerinnen und Trainer sowie Angehörige der Sportverbände am Fußballplatz in Niederrasen die sogenannte „Olympische Polyklinik“ eingerichtet. Für die Diagnostik stehen hier Ultraschall- und Röntgengeräte und ein Labor für Schnelltests zur Verfügung. Die Polyklinik fungiert auch als Überwachungsstation, in der Patientinnen und Patienten bis zu ihrer Einlieferung ins Krankenhaus stabilisiert werden können. Außerdem verfügt sie über physiotherapeutische Einrichtungen. Die Polyklinik wurde mit 28. Jänner eröffnet und ist bis zum 22. Februar täglich 24 Stunden geöffnet.
Unmittelbar neben der Polyklinik gibt es zudem einen Notarzt- und Rettungsstützpunkt, der für die gesamte Bevölkerung im Tal rund um die Uhr im Einsatz ist. Sämtliche neu angeschaffte Geräte werden auch nach den olympischen Spielen weiterverwendet und bringen somit einen Mehrwert für die Versorgung der Südtirolerinnen und Südtiroler.
Bei Bedarf stehen die Olympischen Krankenhäuser Bruneck, Brixen und Bozen in Bereitschaft, sollten schwerwiegende Versorgungen nötig werden.
Generaldirektor Christian Kofler bedankt sich bereits jetzt bei allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Sanitätsbetriebes: „Jeder Beitrag ist wichtig, sei es im direkten klinischen Einsatz, in der Verwaltung oder in unterstützenden Funktionen.“
Primar Dr. Marc Kaufmann über die bevorstehende Aufgabe: „Für das gesamte Team der Notfallmedizin im Südtiroler Sanitätsbetrieb stellt die medizinische Versorgung während der olympischen Spiele eine große Herausforderung, Verantwortung und vor allem ein großes Arbeitspaket dar. Zugleich aber erfüllt es uns doch auch mit einem gewissen Stolz, einen nicht unwesentlichen Beitrag für das Gelingen der olympischen Winterspiele in Südtirol leisten zu dürfen. Wir freuen uns jedenfalls auf eine spannende Zeit, die hoffentlich lange in positiver Erinnerung bleiben wird.“




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