Von: apa
Der Viertelfinal-Start in der ICE-Eishockey-Liga ist am Dienstag von einem medizinischen Notfall überschattet worden. Im Heimduell von Österreichs Rekordmeister KAC mit dem ungarischen Vertreter Fehervar brach der kanadische Rotjacken-Crack Jordan Murray ohne gegnerische Einwirkung am Eis zusammen, musste dort reanimiert und schließlich ins Krankenhaus gebracht werden. Das Spiel in Klagenfurt wurde in der 18. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen.
Das sportliche Geschehen an den drei anderen Schauplätzen rückte dadurch in den Hintergrund. Grunddurchgangssieger Graz jubelte gegen den VSV beim 2:1 erst in der Overtime, Meister Salzburg unterlag dort dem HC Pustertal zuhause 2:3. Bozen zog gegen Ljubljana zuhause ebenfalls in der Verlängerung mit 2:3 den Kürzeren. Die zweiten Partien der “best of seven”-Serien sind mit vertauschtem Heimrecht am Donnerstag (jeweils 19.15 Uhr) angesetzt. Wann das abgebrochene KAC-Spiel nachgeholt wird, war noch offen, Fehervar machte sich nach dem Abbruch auf den Heimweg. Denkbar ist laut Liga, dass am Donnerstag in Ungarn Spiel eins nachgeholt wird.
Overtime in Graz und Salzburg
Im ausverkauften Grazer “Bunker” (4.126) geriet Graz nach genau 40 Sekunden des Mittelabschnitts durch einen Weitschuss von Adam Helewka in Rückstand. Die Gäste, die im Pre-Play-off Linz eliminiert hatten, schienen das Heft in der Hand zu haben, die 99ers schlugen aber noch im gleichen Drittel zurück. Mit einer feinen Einzelaktion und schönem Backhand-Abschluss sorgte der Ex-Villacher Chris Collins für ein spannendes Schlussdrittel. Da strahlte Graz mehr Gefahr aus, musste aber dennoch in die Overtime und belohnte sich dank Josh Currie für die Anstrengungen in einer Partie auf Messers Schneide.
Zum Nachsitzen wurde auch Salzburg verdonnert – allerdings ohne glücklichen Ausgang. Der Meister ging vor Heimkulisse gegen Pustertal durch Devante Stephens (6.) früh in Front, geriet aber noch im Mitteldrittel mit 1:2 in Rückstand. Nur eine Minute nach dem zweiten Gegentreffer fand Travis St. Denis die perfekte Antwort (38.), die Favoriten hatten aber auch danach viel Mühe mit den Wölfen. In der Overtime gingen die Bullen durch einen Treffer von Routinier Rok Ticar K.o. Der Grunddurchgangs-Fünfte aus Bruneck verließ im fünften Saisonduell schon zum vierten Mal als Sieger das Eis.
Penaltyschießen in Bozen
Auch das vierte Duell des Abends war nicht nach 60 Minuten beendet. Im Spiel zweier Teams, die sich schon im Saisonverlauf ein enges Rennen geliefert hatten, schoss Alex Petan Ljubljana in Bozen in der Overtime zum Sieg.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen