Schöttel glaubt an einen Rangnick-Verbleib

Schöttel bezüglich Rangnicks ÖFB-Zukunft “sehr optimistisch”

Dienstag, 24. März 2026 | 09:44 Uhr

Von: apa

ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel ist guter Dinge, dass Teamchef Ralf Rangnick dem Männer-Nationalteam über die WM im Sommer hinaus erhalten bleibt. Derzeit gebe es immer wieder Gespräche zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Pröll und dem Teamchef, berichtete Schöttel im Trainingslager der ÖFB-Auswahl in Marbella. “Ich bin sehr optimistisch, dass es für uns in die richtige Richtung geht.”

Rangnick ist seit Mai 2022 im Amt. Der Vertrag des 67-jährigen Deutschen läuft nach der WM in Nordamerika aus. Beide Seiten haben Interesse daran, dass in der Zukunftsfrage schon vor der Endrunde Klarheit herrscht. Rangnick hatte zuletzt allerdings erklärt, dass “kein übermäßiger Zeitdruck” bestehe. Eine Entscheidung wird definitiv erst nach den beiden WM-Testspielen am Freitag gegen Ghana und nächsten Dienstag ebenfalls in Wien gegen Südkorea fallen – und damit frühestens im April.

“Manche Dinge muss man sich gut überlegen, und sie brauchen auch Zeit”, erklärte Schöttel. Er denke, dass Pröll und Rangnick “den richtigen Zeitpunkt wählen werden”. Bei der Installation von Rangnick war Schöttel zwar bereits ÖFB-Sportdirektor, der Verbandspräsident hieß damals aber noch Gerhard Milletich.

Polit-Debatte rund um WM

Stets an Rangnicks Seite war beim ÖFB bisher Lars Kornetka. Der Assistent stößt wegen seines neuen Engagements als Chefcoach des deutschen Zweitligisten Eintracht Braunschweig laut Schöttel diesmal erst am Mittwoch zum Team. Bei der WM, der ersten seit 28 Jahren, für die sich Österreich qualifiziert hat, soll Kornetka dann aber noch einmal vom ersten Tag der Vorbereitung bis zum letzten Spiel für den ÖFB arbeiten, bevor er sich ganz seiner neuen Aufgabe widmet.

Das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada steht zusehends auch unter dem Eindruck der weltweiten politischen Verwerfungen. Ob und wie etwa der Iran daran teilnehmen kann, ist angesichts des Krieges völlig offen. “Dass es eine schwierige Situation ist, ist klar”, sagte Schöttel. Dieser seien auch die jüngsten Diskussionen um einen möglichen WM-Boykott einzelner Länder geschuldet. Dass er im aktuellen Stadium nichts von Boykotten halte, hatte Pröll bereits vor zwei Wochen betont.

“Der Aufsichtsratsvorsitzende hat alles gesagt und die Linie des ÖFB kommuniziert”, meinte Schöttel. “Es macht sich jeder seine Gedanken, aber ich glaube, dass wir im Sport und mit dieser Mannschaft gut beraten sind, wenn wir uns auf das konzentrieren, was wir beeinflussen können.” Man habe beim aktuellen Lehrgang in Marbella bereits die WM im Hinterkopf. Schöttel: “Der Kader ist groß. Einige sind neu, die sich zeigen wollen und werden. Wir haben ein gutes Gerüst und werden das jetzt in diesen Tagen verfeinern.”

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