Von: APA/Reuters
Schweden ist mit einem klaren Sieg in die Fußball-WM eingestiegen. Die Skandinavier gewannen am Sonntag in Monterrey gegen Tunesien 5:1 (2:1) und führen nach dem ersten Spieltag die Gruppe F an. Yasin Ayari (7., 96.), Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Matthias Svanberg (84.) trafen für die Skandinavier, die Fehler der Afrikaner eiskalt ausnutzten und erstmals seit 88 Jahren in einem WM-Spiel fünf Tore erzielten. Für Tunesien traf Omar Rekik zum 1:2 (43.).
Den Schweden gelang ein perfekter Start. Einen Schuss von Arsenal-Torjäger Gyökeres wehrte Verteidiger Montassar Talbi vor der Linie ab, der zweite Versuch von Ayari aus rund 20 Metern fand den Weg ins Tor. Auf den Torjubel verzichtete der Brentford-Mittelfeldspieler, dessen Vater Tunesier ist. Die Skandinavier hatten alles im Griff, zogen sich nach der Trinkpause aber zurück – und schlugen im Konter zu. Gyökeres setzte Isak ein, beim Schuss des Liverpool-Stürmers vom Sechzehner sah Torhüter Mouhib Chamakh schlecht aus.
Starke Defensive der Schweden
Die Passivität der Europäer sollte sich aber noch vor der Pause rächen. Nach einer Flanke von Hannibal Mejbri köpfelte Omar Rekik zum Anschlusstreffer ein. Auch in Hälfte zwei überließen die Schweden den Tunesiern das Spiel, standen defensiv aber ganz sicher und lancierten immer wieder schnelle Konter. Zum dritten Tor kamen sie dank eines “Geschenks” der Nordafrikaner. Ellyes Skhiri verlor den Ball an Isak, Gyökeres schloss souverän ab. Der unmittelbar davor eingewechselte Svanberg erhöhte mit seiner ersten Ballberührung auf 4:1, den Schlusspunkt setzte Ayari mit seinem Doppelpack.
“Die Jungs haben die ganze Partie über mit Stabilität und Ruhe gespielt”, sagte Teamchef Graham Potter. “Wir waren immer der Meinung, dass wir, wenn wir kompakt und gut verteidigen, zwei Stürmer haben, die ihnen wehtun können, und ich denke, wir haben diese Gefahr die ganze Nacht über ausgestrahlt.” Gyökeres und Isak seien “individuell Top-Spieler, aber gemeinsam sind sie eine richtige Gefahr”.
Schweden war in der Qualifikation sieglos geblieben und hatte sich nur über die Nations League für das Play-off qualifiziert, in dem sie sich unter dem neuen Trainer Potter durchsetzten. Der Aufschwung unter dem Engländer setzte sich bei der Endrunde fort, mit dem Sieg haben die Skandinavier nun auch gute Chancen auf den Aufstieg ins Achtelfinale.
“Ins eigene Knie geschossen”
Für Tunesien wird es dagegen schwierig. “Das ist eine bittere Niederlage. Es tut weh. Mit so einer schlimmen Niederlage in den Wettbewerb zu starten, ist in der Tat schwierig. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir haben uns selbst ins Knie geschossen”, sagte Teamchef Sabri Lamouchi.




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