Die Reise von Novak Djokovic geht weiter

Sieg und Rekord für Djokovic – Sabalenka scheitert an Osaka

Sonntag, 05. Juli 2026 | 23:18 Uhr

Von: APA/Reuters

Novak Djokovic und Jannik Sinner stehen beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon im Viertelfinale. Der Serbe setzte sich am Sonntag mit 7:6(6),6:3,3:6,6:3 gegen den russischen Qualifikanten Roman Safiullin durch und feierte seinen 106. Sieg im All England Club – das ist ein neuer Rekord. Sinner bezwang den Japaner Shintaro Mochizuki glatt 6:3,7:6(0),6:3. Bei den Frauen unterlag die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka im Duell zweier Major-Siegerinnen Naomi Osaka 2:6,6:7(7).

Unter der sengenden Sonne auf dem Centre Court tat sich der als Nummer sieben gesetzte Djokovic lange schwer. Nach einem hart umkämpften Tiebreak-Gewinn im ersten Satz musste der 39-Jährige trotz einer 2:0-Satzführung den Anschluss des Weltranglisten-132. Roman Safiullin hinnehmen, legte im vierten Durchgang aber noch einmal zu und fixierte den Einzug ins Viertelfinale. Dort trifft der Rekordsieger auf den an Position drei gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime, der Alejandro Davidovich Fokina in fünf Sätzen 6:7(4),7:6(6),6:3,6:7(2),6:1 niederrang.

“Weiterer hart erkämpfter Sieg”

“Ein weiterer hart erkämpfter Sieg”, sagte Djokovic. “Roman ist sehr gut und sehr aggressiv ins Spiel gekommen. Ich habe mich auf dem Platz nicht so wohl gefühlt.” Er habe “großen Respekt” vor Safiullin. “Ich wusste, dass es eine Herausforderung werden würde, mit ihm im Ballwechsel zu bleiben, vor allem gegen Ende, als man fast das gesamte Match gegen den Wind spielen musste.”

Der Weltranglisten-Erste Sinner gab sich im Duell mit Mochizuki wenig Blöße. Ein über weite Strecken einseitiges Match war nur in Satz zwei umkämpft. Auch diesen Durchgang gewann Sinner ohne Punktverlust im Tiebreak letztlich souverän. Im Viertelfinale trifft der Titelverteidiger auf den Deutschen Jan-Lennard Struff, der in Satz fünf beim Stand von 4:2 von einer Aufgabe seines Gegners Hubert Hurkacz profitierte.

Nächste Wimbledon-Enttäuschung für Sabalenka

Sabalenka erlebt weiterhin eine enttäuschende Grand-Slam-Saison. In Wimbledon verlor die Belarussin das mit Spannung erwartete Achtelfinale gegen die Japanerin Osaka in zwei Sätzen. Sabalenka hat wie Osaka vier Grand-Slam-Titel gefeiert. Wimbledon aber ist das einzige Major, bei dem ihr der Finaleinzug noch fehlt. “Ich will einfach nur weg, mich richtig betrinken, das Tennis vergessen und versuchen, in bessere Form zu kommen”, sagte die 28-Jährige anschließend in der Pressekonferenz. “Ich habe es dieses Jahr vermasselt. Nächstes Jahr werde ich versuchen, es besser zu machen.”

Die frühere Weltranglisten-Erste Osaka bleibt dagegen in Wimbledon im Titelrennen und bekommt es im Viertelfinale mit Karolina Muchova zu tun. Die Tschechin besiegte ihre Landsfrau und Wimbledon-Siegerin von 2024 Barbora Krejcikova 7:5,5:7,6:3. Pegula, als Nummer vier gesetzt, hatte nach Startschwierigkeiten 4:6,6:3,6:1 in einem US-amerikanischen Duell mit der als Nummer 16 gesetzte Iva Jovic gewonnen.

Miedler im Doppel out

Im Doppelbewerb musste sich Miedler mit seinem portugiesischen Partner Cabral den als Nummer sieben gesetzten Deutschen Kevin Krawietz und Tim Pütz geschlagen geben. In einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung gleich zweimal im Tiebreak, in dem jeweils das deutsche Spitzenduo die Oberhand behielt und sich letztlich mit 7:6(3), 7:6(7) durchsetzte. Im zweiten Satz ließen Miedler und Cabral einen Satzball ungenützt.

Damit ist Neil Oberleitner der einzig verbliebene Österreicher beim dritten Major des Jahres. Mit seinem tschechischen Partner Petr Nouza trifft er am Montag auf die als Nummer drei gesetzten Briten und Titelverteidiger Julian Cash/Lloyd Glasspool.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen