Von: apa
Die Topstars sind auch am fünften Tag der Australian Open weitergekommen: Mit Jannik Sinner, Novak Djokovic, Iga Swiatek und Amanda Anisimova gewannen die jeweiligen Nummern zwei und vier des ersten Tennis-Majors des Jahres ihre Zweitrundenmatches klar. Für einen Krimi sorgte der bald 41-jährige Schweizer Altstar Stan Wawrinka, der den fast halb so alten Franzosen Arthur Gea nach 4:33 Stunden 4:6,6:3,3:6,7:5,7:6(10:3) niederrang. Wawrinka bestreitet seine letzte Saison.
Sinner steuert vorerst weiter Richtung dritter Melbourne-Titel en suite zu. Der 24-jährige Italiener ließ dem Australier James Duckworth beim 6:1,6:4,6:2 keine Chance. “Ich bin glücklich in der nächsten Runde zu stehen. Ich habe heute sehr gut retourniert und auch der Aufschlag war sehr gut”, erklärte der Südtiroler, nachdem er mit seinem 18. Ass das Match beendet hatte. Bisher hat Sinner nur zehn Games abgegeben und auch gegen einen gewissen Eliot Spizzirri aus den USA wird es in Runde drei wohl ähnlich sein. Sinner hatte im Vorjahr angekündigt, die Unvorhersehbarkeit seines Spiels zu verbessern. “An meinen Rückhand-Stopps muss ich aber noch viel arbeiten”, scherzte der Wien-Sieger darauf angesprochen.
Djokovic sieht “positive Zeichen”
Novak Djokovic zeigt, dass er auch mit fast 39 Jahren immer noch für viele Gegner unbezwingbar ist. Der serbische Major-Rekordsieger verfolgt immer noch den Traum, seinen 25. Grand-Slam-Titel zu holen. Beim 6:3,6:2,6:2 gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli musste er gar nicht in den höchsten Gang schalten, um sicher weiterzukommen. Danach erzählte er, dass er die Vorbereitung auf diese Saison sehr ernst genommen und er auch sein Spiel analysiert hat.
“Was wäre auch der Sinn, wenn man nicht versuchen würde, sich Jahr für Jahr zu verbessern? Das ist die Mentalität, die ich verfolge. Ich bin froh, dass die Arbeit in der Vorbereitung Früchte trägt”, sagte der letzte verbliebene Spieler der “Big-3”-Ära. Djokovic hatte kein Warm-up-Turnier bestritten und alles auf Melbourne konzentriert. “Ich bin froh, dass es so läuft, nachdem ich über zwei Monate kein ernstes Match gespielt habe. Bisher war alles positiv, das sind gute Zeichen.”
Krimi des Tages mit Schweizer Altstar
Ein anderer “Oldie” sorgt bei seinen letzten Australian Open noch einmal für Schlagzeilen. Der dreifache Major-Sieger Stan Wawrinka, der Ende März 41 Jahre alt wird, bewies gegen den 21-jährigen Franzosen Arthur Gea, dass man mit besonderer Leidenschaft und Liebe zu diesem Sport auch in hohem Tennis-Alter noch hochklassig spielen kann. Der talentierte Gea bestritt erst sein drittes Match auf der Tour, für Wawrinka war es sein 965. Gea, der übrigens vom Niederösterreicher Gerald Melzer gecoacht wird, hielt bis zum Schluss gegen Wawrinka mit, im entscheidenden Match-Tiebreak hatte “Stan the man” aber doch noch mehr Kraft als der zu krampfen beginnende Youngster.
“Ich versuche, so lange wie möglich bei meinen letzten Australian Open durchzuhalten. Ich bin nicht mehr jung, ich brauche eure Extra-Energie”, sagte Wawrinka zum Publikum. “Ich werde immer alles auf dem Platz lassen”, versprach der Eidgenosse, der wie auch Gael Monfils seine Karriere nach diesem Jahr beendet. Er trifft nun auf den als Nummer 9 gesetzten US-Amerikaner Taylor Fritz, der gegen den Tschechen Vit Kopriva in drei Sätzen weiterkam.
Swiatek weit besser als zum Auftakt
Bei den Frauen hat Iga Swiatek eine ähnliche Mission wie Carlos Alcaraz: Erster Sieg in Melbourne und damit den Karriere-Grand-Slam. Marie Bouzkova stand der Weltranglisten-Zweiten aus Polen beim 6:2,6:3 nicht im Weg. Im Gegensatz zur verkrampften ersten Runde fühlte sich Swiatek “freier”. “Ich bin mit der Performance bei diesen windigen Bedingungen zufrieden. Das wird nicht bescheiden klingen, aber nachdem man so viel gewonnen hat, ist es schwer, einen einzelnen Sieg zu schätzen”, gestand Swiatek.
Weitergekommen ist auch Titelverteidigerin Madison Keys, die gegen ihre US-Landsfrau Ashlyn Krueger im zweiten Satz ein 2:5 zum 6:1,7:5-Sieg verwandelte. Auch ihre Landsfrau und Nummer 4, Amanda Anisimova, war beim 6:1,6:4 gegen die Weltranglisten-Erste im Doppel, Katerina Siniakova, ungefährdet. Naomi Osaka fiel wieder mehr durch ihre extravagante Bekleidung auf, als wegen eines überragenden Spiels. Wie schon in Runde eins benötigte die Japanerin auch gegen Sorana Cirstea aus Rumänien beim 6:3,4:6,6:2 drei Sätze.




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