Von: apa
Jannik Sinner ist für Sebastian Ofner zur unüberwindbaren Hürde geworden. Der Steirer hielt gegen den Tennis-Weltranglistenersten in der 2. Runde des Masters-1000-Sandplatzturniers von Rom am Samstag zwar über weite Strecken gut dagegen, musste sich aber nach 1:41 Stunden mit 3:6,4:6 geschlagen geben. Es war das erste Duell von Ofner mit dem Südtiroler auf der ATP-Tour, auf Challenger-Ebene hatte sich Sinner 2019 im Endspiel in St. Ulrich im Grödnertal ebenfalls durchgesetzt.
“Es war generell eine gute, solide Leistung, ich habe sehr gut mitgehalten und gesehen, dass die Form wieder stimmt. Darauf kann ich aufbauen”, sagte Ofner. Gegen so einen Topstar zu spielen, sei allgemein aber noch einmal etwas ganz anderes gewesen. “Er ist ganz klar der Beste der Welt, da merkt man schon, dass noch ein Unterschied da ist.” Die Partie sei auch aufgrund des “richtig geilen Publikum definitiv ein Highlight” gewesen.
Sinner reichte jeweils ein Break
In beiden Sätzen reichte der Nummer eins der Welt im Foro Italico ein Break. Jenes im ersten Satz fixierte Sinner mit seiner vierten Breakchance zum 3:1, nach 37 Minuten servierte er aus. Im zweiten Satz nahm er Ofner gleich im ersten Game mit seiner zweiten Chance den Aufschlag ab. Österreichs Nummer eins zeigte aber auch dann Kämpferqualitäten, wehrte gleich darauf wieder einen Breakball ab und hielt in der Folge auch in einem Marathon-Game sein Service und stellte auf 3:4 aus seiner Sicht. Aufgrund eines medizinischen Notfalls im Publikum wurde die Partie daraufhin für wenige Minuten unterbrochen.
Nach zwei gespielten Games musste wegen eines neuerlichen Notfalls wieder eine mehrminütige Pause eingelegt werden. Sinner ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, er verwertete gleich seinen ersten Matchball und fixierte nach seinen Turniersiegen in Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid seinen 29. Matchsieg auf Masters-Level in Folge. “In einem ersten Turnierspiel ist es immer wichtig, nicht zu verlieren, ich bin glücklich, die nächste Runde erreicht zu haben”, sagte Sinner.
Ofners nächster Auftritt in Genf-Qualifikation
Für den zum Auftakt mit einem Freilos ausgestatteten Sinner war es ein gelungener Einstieg ins Turnier. Ofner hatte in der 1. Runde dem US-Amerikaner Alex Michelsen beim 6:3,6:3 wenig Chancen gelassen. Im Ranking wird der 29-jährige ÖTV-Akteur von Position 82 weg einen leichten Rückfall hinnehmen müssen. Nächste Woche legt Ofner eine Turnierpause ein, danach steht vor den French Open noch die Teilnahme in Genf auf dem Programm, wo er vermutlich den Weg über die Qualifikation gehen muss.
Aus österreichischer Sicht erfreuliche Nachrichten gab es am Samstag aus St. Pölten. Die 46. Auflage des internationalen Nachwuchsevents “Spring Bowl” entschied der 17-jährige Niederösterreicher Florian Zimmer für sich. Die Nummer sechs des Turniers behielt im Endspiel gegen den Tschechen Dominik Dujka mit 7:5,6:2 die Oberhand. Frühere österreichische Springbowl-Sieger waren u.a. Alex Antonitsch, Gilbert Schaller oder Stefan Koubek.




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