Es waren fünf Tage hochklassiges Kletterspektakel

WM in Sportklettern: Andrea Ebner beste im italienischen Nationalteam

Dienstag, 20. September 2016 | 21:03 Uhr

Paris – Vom 14. bis 18. Mai fanden in Paris in der neuen Accorhotel Arena die IFSC Sportkletterweltmeisterschaften 2016 statt.

Es waren fünf Tage hochklassiges Kletterspektakel. Und auch drei Südtiroler Landeskaderathleten waren mit dem italienischen Nationalteam mit dabei.
Andrea Ebner (AVS Brixen) war in hervorragender Form. Sie nahm in allen Disziplinen an den Bewerben teil und kam in der Kombinationswertung auf den ausgezeichneten vierten Gesamtrang. Ihr bestes Einzelergebnis erzielte sie beim Bouldern, wo sie sich für das Halbfinale qualifizieren konnte und dort auf den 14. Rang vorkletterte. Sie schaffte einen Boulder im ersten Versuch, an dem mehrerer Weltklasseathletinnen scheiterten. Es war das auch ihre beste persönliche Leistung bei einer Weltcupveranstaltung. Auch im Leadbewerb kam sie in die Punkteränge und konnte sich als 29. nur knapp nicht für das Halbfinale qualifizieren. Den Speedbewerb schloss sie als 35. ab, was unter den Speedspezialisten ein toller Achtungserfolg war.

Weiteres waren aus Südtiroler Sicht die Weltklasseboulderer Michael Piccolruaz (AVS Meran) und Stefan Scarperi (AVS St. Pauls) am Start. Michael Piccolruaz hatte in der Qualifikationsrunde Pech und konnte sich wegen zwei Fehlversuchen nicht für das Halbfinale qualifizieren. „Es war sehr schade. Denn ich hatte mich intensiv auf diese Weltmeisterschaften vorbereitet, war gut in Form und habe einen Platz unter den ersten Zehn angestrebt. Aber so sind eben Wettbewerbe.“ Auch Stefan Scarperi kam mit den sehr technischen Bouldern nicht zurecht. Er erreichte als 61. sein schlechtestes Ergebnis überhaupt.

Allgemein waren die Wettbewerbe an Spannung nicht zu überbieten. Herausragender Athlet war wie so oft, Adam Ondra, der mit einem spektakulären Finish als einziger Athlet die Leadroute beenden konnte, vor dem Österreicher Jakob Schubert und dem Franzosen Gautier Supper. Stefano Ghisolfi (Turin) kam auf den guten siebten Finalrang. Im Boulderberb der Männer kam Adam Ondra hinter dem Japaner Narasaki Tomoa (Japan) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Manuel Cornu aus Frankreich.

Der Boulderbewerb der Frauen endete mit einem unerwarteten Sieg der Schweizer Eiskletterspezialistin Petra Klingler vor den Japanischen Herausforderinnen Miho Nonaka und Akiyo Noguchi.

In den Paraclimbbewerben konnten sich die italienischen Athleten insgesamt vier Medaillien holen.

 

 

Von: ka

Bezirk: Eisacktal

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