Von: luk
Reschensee – Nach 25 Jahren wird der Reschenseelauf nicht mehr organisiert. Der Rennerclub Vinschgau hat beschlossen, die größte Laufveranstaltung Südtirols einzustellen. Ausschlaggebend dafür sind laut Veranstaltern vor allem der zunehmende bürokratische Aufwand sowie steigende organisatorische, finanzielle und sicherheitsrelevante Anforderungen.
Der Reschenseelauf wurde erstmals mit 158 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgetragen und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem internationalen Großereignis. Zuletzt nahmen jährlich bis zu 4.000 Läuferinnen und Läufer aus dem In- und Ausland teil. Die Veranstaltung galt als fixer Termin im europäischen Laufkalender und als sportliches Aushängeschild für den Vinschgau und ganz Südtirol.
Trotz der großen Resonanz sei eine Fortführung nicht mehr verantwortbar, teilt der Veranstalter mit. Neben der wachsenden Bürokratie nennt der Rennerclub unter anderem das steigende organisatorische und finanzielle Risiko, hohe sicherheitsrelevante Anforderungen sowie den enormen zeitlichen Einsatz für das Organisationsteam. Erschwerend komme hinzu, dass mehrere langjährige Mitglieder des OK-Teams ausgeschieden seien, die Motivation nach vielen intensiven Jahren abgenommen habe und es zunehmend schwieriger werde, ausreichend freiwillige Helfer zu finden. Auch ein mangelnder Rückhalt durch einzelne lokale Partner wird angeführt.
Mit dem Aus des Reschenseelaufs endet eine der bekanntesten Laufveranstaltungen Südtirols. Über Jahrzehnte hinweg war der Lauf nicht nur sportlicher Wettkampf, sondern auch Treffpunkt für Laufbegeisterte und Ausdruck von ehrenamtlichem Engagement und regionalem Zusammenhalt.
Die Organisatoren betonen, dass die Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung getroffen wurde. Zurück bleiben Erinnerungen an zahlreiche Austragungen rund um den Reschensee sowie an sportliche Höhepunkte, die den Lauf über ein Vierteljahrhundert geprägt haben.




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