Ausstellung

“Baustelle Südtirol” dokumentiert Siedlungsentwicklung

Montag, 27. September 2021 | 13:12 Uhr

Bozen – Indem sie das Zeitgeschehen dokumentieren, machen Südtirols Chronistinnen und Chronisten auch auf die großen Veränderungen aufmerksam, die das Land erfährt. Anlässlich ihres 31-jährigen Bestehens haben die Chronistinnen und Chronisten die Siedlungsentwicklung in den Brennpunkt gestellt: In der Fotoausstellung “Baustelle Südtirol” wird die Siedlungsentwicklung der letzten hundert Jahre veranschaulicht. Ab Oktober 2021 wird die Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Landesarchiv entstanden ist, zeitgleich an verschiedenen Standorten in Südtirol gezeigt.

Entwicklungen beobachten und dokumentieren

“Wir Chronistinnen und Chronisten beobachten und dokumentieren die Entwicklung unserer unmittelbaren Lebenswelt in Wort und Bild über längere Zeiträume”, sagt Südtirols Landeschronistin Rita Thaler Wieser. Anhand der dabei entstehenden Chronik-Dokumentationen werde der Wandel von Natur- und Kulturlandschaft besonders augenscheinlich. Ein veränderter Lebensstil, die wirtschaftliche und die Bevölkerungsentwicklung, technische, bauliche und landwirtschaftliche Innovation, der Wohlstand und auch der Klimawandel seien Ursachen dafür und bewirkten als Negativfolgen ein leises Artensterben, Veränderungen in der Vegetation, den Rückzug der Gletscher, die Zersiedelung, die Versiegelung von Böden, den Verlust wertvoller Bausubstanz und die Vernutzung von Wirtschaftsflächen.

Wie Dörfer und Städte wachsen

Die Fotoausstellung “Baustelle Südtirol” zeigt, wie Dörfer und Städte seit der Zwischenkriegszeit und besonders ab den sechziger Jahren kontinuierlich gewachsen sind. “Der Siedlungsdruck scheint unvermindert anzuhalten”,  betont die Landeschronistin. Sie verweist darauf, dass Südtirols Chronistinnen und Chronisten mit dieser Ausstellung einen Beitrag bei der Suche nach dem Weg zu einer bewussteren und partizipativen Landschaftsentwicklung leisten wollen.

Ausstellungen in allen Bezirken und 13 Standorten

Ausstellungsstandorte, die am 1. Oktober 2021 um 18.00 Uhr eröffnen, um dann ab 2. Oktober regulär zugänglich zu sein, sind die Cusanus Akademie in Brixen, die Stadtbibliothek in Bruneck, die Rathausgalerie in Sterzing, der Innenhof des Rathauses von Algund, die Mittelpunktbibliothek Schlandersburg in Schlanders, Foto Furlan in Neumarkt, die Öffentlichen Bibliotheken von St. Walburg und St. Nikolaus in Ulten. Zu einem späteren Zeitpunkt öffnen dann die Ausstellungen im Rathaus von St. Pankraz, im Café Milchbar in Sarnthein, im Vereinshaus in Graun, in der Markuskirche in Laas und in der Bibliothek von Riffian.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Baustelle Südtirol” dokumentiert Siedlungsentwicklung"


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Faktenchecker
20 Tage 21 h

Und heute sind fast alle  Wiesen versiegelt.

https://goo.gl/maps/BujbHAYEMjMmDMMb9

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
20 Tage 19 h

…Südtirol wurde nach Kräften zubetoniert…
😝

thomas
thomas
Universalgelehrter
20 Tage 19 h

die Zersiedelung u Betonierung muss aufhören!

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