6011 Jäger in Südtirol, davon 339 Frauen

Feier für die neuen Jäger und Jägerinnen dieses Jahres

Donnerstag, 13. Dezember 2018 | 15:28 Uhr

Welschnofen  – 139 Männer und 28 Frauen haben in diesem Jahr ihre Jägerprüfung bestanden; dies wurde gestern Abend in der Forstschule Latemar gefeiert.

Von den 474 Kandidaten und Kandidatinnen (Schießen oder Theorie oder beide Teile) sind heuer im Mai und im Oktober 274 zur Theorieprüfung angetreten, das Quiz haben 212 (77 Prozent) bestanden. Das mündliche Examen positiv abgelegt haben 177 Kandidaten (83 Prozent), davon hatten bereits 18 die Schießprüfung in einem der Vorjahre absolviert. Insgesamt haben 65 Prozent den theoretischen Teil der Prüfung bestanden. Davon sind zehn zur (nur mündlichen) Zusatzprüfung angetreten, neun davon erfolgreich. Zur Schießprüfung angetreten sind 200 Kandidaten und Kandidatinnen, bestanden haben sie 155 (77,5 Prozent). 75 Prüfungsabsolventen haben den Jungjäger-Praxiskurs absolviert, 92 das Revierpraktikum.

Kultur und Werte

Die Jagd, betonte Landesforstdirektor Mario Broll bei der gestrigen Feier in der Forstschule Latemar, sei eine landeskulturelle Verpflichtung. In der Ausübung der Jagd müssten Werte zum Tragen kommen, legte er den 60 neuen Jägerinnen und Jägern ans Herz, die aus allen Landesteilen gekommen waren. Dabei mahnte er besonders die Fairness an, den Lebensräumen und dem Wild gegenüber. Wichtig sei auch die Einhaltung der Abschusspläne, damit die Stimmigkeit der Lebensräume gewährleistet ist.

Eine Bilanz der vergangenen fünf Jahre zog der Präsident der Prüfungskommission und stellvertretende Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei Andreas Agreiter: In dieser Zeit sind 1145 Kandidaten und Kandidatinnen zur Theorieprüfung angetreten, 69 Prozent haben sie bestanden. Die Schießprüfung hingegen haben drei Viertel (75 Prozent) der Angetretenen bestanden. Vor vier Jahren wurde die Prüfung reformiert, erklärt Agreiter, mit dem Ziel, die Wissensabfrage noch fairer zu gestalten: “Unser Anliegen ist eine korrekte Prüfung auf Augenhöhe mit den Kandidaten und Kandidatinnen, die sich allerdings die Befähigung verdienen müssen.”

In den vergangenen fünf Jahren, resümierte der Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei Luigi Spagnolli, haben 759 Personen den Befähigungsnachweis erworben, der Anteil der Frauen liegt bei 15 Prozent. Die Jagd ist im ländlichen Raum verwurzelt, im städtischen Bereich geht das Interesse an der Jagd verloren. Landesjägermeister Berthold Marx rief die neuen Jäger und Jägerinnen zum Maßhalten auf.

Fledermäuse stehen unter Schutz, erläuterte die Biologin Eva Ladurner in ihrem Vortrag, gehören auch zum Wild und sind auch Jäger, in Südtirol sind 25 Arten bekannt. Die Wacholderdrossel, referierte der Vogelkundler Oskar Niederfriniger, hat vor 50 Jahren zum ersten Mal in Südtirol gebrütet; und: seit Kurzem haben sich Mittelmeermöwen im Raum Bozen und Meran angesiedelt. Die Jagd, unterstrich der pensionierte Jagdaufseher Gottfried Mair, der wunderbare Naturfotografien im Jahreslauf zeigte, sei viel mehr als das Erlegen von Wild, Jäger müssten auch an lebendem Wild und an nicht jagdbaren Tieren Freude haben.

Mitglieder der Prüfungskommission sind derzeit neben Andreas Agreiter auch Eduard Ellecosta, Wilhelm Franzelin, Heinrich Aukenthaler (Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes), Renato Sascor vom Amt für Naturparke und Ulrike Raffl vom Jagdverband.

6011 Jäger in Südtirol, davon 339 Frauen

Derzeit beläuft sich die Zahl der Jäger und Jägerinnen in Südtirol auf 6011; 2017 waren es noch 6024 (Quelle: Südtiroler Jagdverband). Stark vervielfacht hat sich im gleichen Zeitraum die Anzahl der Jägerinnen in Südtirol: Waren es im Jahr 1990 noch 55 Jägerinnen, sind es im laufenden Jahr bereits 339 Frauen, im Vorjahr waren es 330; 2013 stieg die Anzahl der Jägerinnen erstmals über 300.

Allgemeines zur Jagd in Südtirol

Wer in Südtirol die Jagd ausüben möchte, muss zuerst den Jagdbefähigungsnachweis erbringen. Dieser wird nach positiver Absolvierung der Jägerprüfung ausgestellt, die neben einer schriftlichen und mündlichen Theorieprüfung über Wildkunde und Ökologie, Jagdrecht, Waffenkunde sowie Naturschutz und Jagdkunde aus einer praktischen Schießprüfung (Kugelschießen und Schrotschießen) besteht. Zudem ist der Nachweis eines Revierpraktikums oder eines dreitägigen Jungjäger-Praxiskurses in einer zertifizierten Bildungseinrichtung zu erbringen sowie der Nachweis über einen mindestens vierstündigen Erste-Hilfe-Kurs.

In Südtirol ist das Recht zur Jagdausübung an die Dauer der Ansässigkeit im jeweiligen Revier gebunden und nicht an den Besitz von Grund und Boden; damit wird jedem Provinzansässigen der Zugang zur Jagd ermöglicht. Die Jagd ausüben darf, wer einen Jagdbefähigungsnachweis erbringt und gültige Jagddokumente vorweisen kann: dies sind ein Jagdgewehrschein, eine Jagdhaftpflichtversicherung und ein Jagderlaubnisschein.

Von den rund 7400 Quadratkilometern Landesfläche in Südtirol sind fast 6100 Quadratkilometer bejagbar. Der Großteil der bejagbaren Fläche verteilt sich auf 145 Jagdreviere, die sich auf acht Jagdbezirke verteilen. Die 51 Eigenjagden nehmen etwa 100 Quadratkilometer und somit weniger als zwei Prozent der Jagdfläche ein. Im Nationalpark Stilfser Joch darf die Jagd nicht ausgeübt werden, dasselbe gilt für einige als geschützte Biotope ausgewiesene Flächen geringeren Ausmaßes.

Von: mk

Bezirk: Salten/Schlern

Kommentare

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41 Kommentare auf "Feier für die neuen Jäger und Jägerinnen dieses Jahres"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
ando
ando
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

und alle wollen mehrere tiere erlegen….🤦‍♂️

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Nur der wolf kann in seinem blutrausch am töten nicht zurückhalten

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 10 Tage

@typisch
es gibt keinen Blutrausch bei Tieren. Das gibt es nur bei Menschen.

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 10 Tage

@typisch
Jäger sind im Blutrausch!
Und wohnen in ihren Leichenhallen, die ihr Wohnzimmer darstellen sollen🤦‍♂️.

schreibt...
schreibt...
Tratscher
1 Monat 10 Tage

@typisch Nur der Mensch kann seinem Blutrausch nicht zurückhalten! Aus Trophäengeilheit, der Wolf tötet, um seinen Hunger zu stillen!

Aurelius
Aurelius
Superredner
1 Monat 10 Tage

@typisch
nein. der Wolf ist nicht das Problem, sondern Jäger die im Blutrausch töten….

Staenkerer
1 Monat 10 Tage

@typisch folsch! der mocht beute zum überlebn, der tötet nit aus spaß, der trophäe willn oder aus wettbewerbsdenkn oder, menschen aus hoss, lust, dummheit!

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@Staenkerer
Klar er töten ja nhr 10 schafe um si h an einen satt zu fressen

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@typisch nein danke! Du hast eine gute Chance still zu sein, nütze sie!

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 10 Tage

@typisch
wenn du ausgehungert bist, stopft du auch alles in dich hinein. Außerdem hat der Wolf ein ganzes Rudel zu versorgen.

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 9 Tage
Informier di mol gscheider bevor a groasse klappe aureisch.Die Jogd isch in Südtirol genauestens geregelt kuan jager dor wahllos ols erlegen wos ihm vor die Büchse kimmt Die obschüsse werdn in den reviern in die Jager zuagetoalt und wenn er sich nit dron holtet gibts strofen. und no eppas in Jager werts ollm brauchn olls reglt der wolf so wie du es dir vorstellsch a nit vieleicht in Gebiete wie Sibiren oder Kanada ober nit bei ins do wo so dicht besidelt isch. Kümmert enk mol um die massentier holtungen usw.wo Tierschutz wirklich ongebrocht war ober de sein enk viel… Weiterlesen »
Simba
Simba
Tratscher
1 Monat 9 Tage

@typisch kein Blutrausch.besser informieren bevor man Quatsch postet

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@typisch Das mit dem Blutrausch ist Quatsch. Man hat in Reservaten beobachtet, was danach passiert. Die Kadaver wurden nach und nach alle vor Ort aufgefressen oder stückweise zum Rudel gebracht.
“Unnötige Tötungen” finden immer nur dann statt, wenn der Mench eingreift und die Kadaver entfernt, bevor sie gefressen werden. Z.B. bei Schafsherden kommt noch dazu, dass eine große Anzahl an Tieren auf kleinem Raum vorkommt, der Jagdinstinkt läuft die ganze Zeit auf Hochtouren. Würden sie – wie Wildtiere – weiterziehen, gäbe es bei weitem weniger Opfer.

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@Simba
Ihr könnt es nennen wie ihr wollt wenn ein wolf mehrere tiere tötet um sich an einen halben satt zu fressen ist es für mich ein blutrausch und kein hungersmahl

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 9 Tage

@madoia
Traumtänzer!
Viele Tierschützer arbeiten ehrenamtlich u opfern viel Freizeit. Ja, sie kontrollieren auch in Massentierhaltungen, nur wird das nicht immer publik gemacht, denn meistens sind das stille Helfer.. und du könntest ja mithelfen wenn du so dagegen bist! Wären dir sehr dankbar! Wenn Menschen keine Tiere quäken wprden, bräuchte es keine Tierschützer und du hättest deine Ruhe vor uns!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@typisch Und genau da irrst du dich. Wölfe machen das nicht. Siehe Vorpost. Es kann passieren, dass mehr Tiere getötet werden, ja. Aber wenn die Kadaver nicht von Menshcen abtransportiert werden, fressen sie sie im Laufe der Zeit und jagen in der Zeit dafür nicht.

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 9 Tage

@barbastella Jojo wers glaubt man heart nix weil niamand nichts tuat oder weil es Möchtegerntierschützer bei de groasn kläglich scheitert.

Landschaftspfleger
1 Monat 8 Tage

@madoia 👍👍👍

Moses
Moses
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Ich kann das Geschrei und Geschimpfe wegen der Jäger bald nicht mehr hören. Von wegen Tierschützer. Informiert euch mal was passiert wenn kein Wild mehr abgeschossen wird. Da bräuchte es nur etwas Hausverstand. So jetzt könnt ihr minus drücken.

ando
ando
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

der wahre jäger?
CANIS LUPUS ALPHA

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@ando
so, Minus gedrückt!

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 10 Tage

Moses, warum so nervös?

m69
m69
Kinig
1 Monat 9 Tage

@ando 

🙂 

barbastella
barbastella
Superredner
1 Monat 9 Tage

@iuhui
warum?

aristoteles
aristoteles
Superredner
1 Monat 10 Tage

waidmanns heil. lasst euch nicht von den pseudotiersxchützern stören

Hansile2018
Hansile2018
Neuling
1 Monat 10 Tage

weidmannsheil! 🌿

Cartman
Cartman
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

weidmannsdank

m69
m69
Kinig
1 Monat 9 Tage

@Cartman

Cartmann, 
with your Cartoons, You made South Tyrol great again! 🙂

jack
jack
Superredner
1 Monat 9 Tage

6000 jähger?
also werdn30000 und mehr Tiere erlegt im jahr

die Jagd keart ouzuschoffn

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Woher kennts du diese zahlen von erlegten tieren? Weißt du was ein abschussplan ist?

jack
jack
Superredner
1 Monat 9 Tage

@typisch
net hort auszurechnen
jedo jager schiesst 4 bis 5 stuck ,auso er kimp mitn auto net hin nuar seins weniga
und do abschussplan beläuft sich af die wildzählung.
und sebm wuasch jo wies geat.50 gemsn segnse und ungebm tiense 150.
also ?🤫🤔🤔
wenn a jager bisch isch gscheider du bisch still iatz

Hansile2018
Hansile2018
Neuling
1 Monat 9 Tage

@jack na redsch du an kas… geh af die autobohn lichto fong….

Protler
Protler
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

landeskulturelle Verpflichtung??? 99% segn des ols Hobby/Sport/”Frische Luft schnoppn”…lai spricht sel niamand aus! Es gleiche wia 99% nit in die Kirche rennen um zu beten sondern um gsegn zu wearn odr drnoch an Weißn zu trinkn…

Simba
Simba
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Viel zu viel Tiermörder. Die Prüfung muss wohl leicht sein😡

Hansile2018
Hansile2018
Neuling
1 Monat 9 Tage

probiers la bevore redsch… i on heur die prüfung gemocht und bestondn, dei isch olls ondre als anfoch… ohne fleiß und an einsotz besteht man dei prüfung et aso in “vorbei gian”…

m69
m69
Kinig
1 Monat 9 Tage

Simba@

Das ist die Prüfung sicher nicht, leicht! 
Man könnte die Prüfung aber noch schwerer machen.

typisch
typisch
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Für dich zu schwer

madoia
madoia
Tratscher
1 Monat 9 Tage

Wenn mrs genau nemman nocher bisch du genauso ein Tiermörder oder wos muanschn durch dein Vegan oder Vegetarier kemman kuana Tiere um.In so an groasn Feld lebm Tausende Kleinstlebewesn de durch Mädrescher und so sterbm miasn und wiederum in ondere als Nahrungsquelle wegnummen wern.Dogegn isch wos bei dr Jogd lei gschossn wert nichts.Du bringsc mit dein Kern fressn glei Milionen indirekt um alse wer isch nocher der Tiermörder

aristoteles
aristoteles
Superredner
1 Monat 9 Tage

wohl alles vegetarier hier oder was? kranke leute

bleiwurm
bleiwurm
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

i moan nu sana gnui

Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 9 Tage

@ typisch
Nicht schon wieder solchen Blödsinn daherschaweln, zu deiner Zeit war sie bestimmt noch für unterbegabte tragbar ,die letzten Jahre 
wurden die Anforderungen drastisch angehoben.
Was immer noch sehr zum Wünschen übrig lässt ist das Schiessfertigkeits Auflage,also das Üben am Schiesstand aber man war bis heute  genauso nicht in der Lage im ganzen Land einen ordentlichen und durchgehend geöffneten S.Stand zu errichten.

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