Meraner Festspiele eröffneten diesjährige Südtiroler Freilichtsaison

Großer Erfolg der Premiere „Die Großen von gestern“

Samstag, 03. Juli 2021 | 15:52 Uhr

Meran – In der traumhaften Kulisse hinter den Gärten von Schloss Trauttmansdorff eröffneten die Meraner Festspiele am 1. Juli die diesjährige Südtiroler Freilichtsaison. Das Publikum zeigte sich begeistert von der Uraufführung des Schauspiels „Die Großen von gestern“ von Luis Zagler, das in der Regie von Gerd Weigel zu einem farbenprächtigen Schauspiel geworden ist. Damit führt die Kulturinitiative um Festspielpräsident Philipp Genetti eine Kulturinitiative weiter, die einmalig ist in unserem Land.

Bild: Oliver Pezzi (Sterzing), Paul Tappeiner (Partschins), Foto: Stephan Pircher

Mit der Serie von Ur- und Erstaufführungen der Meraner Festspiele sorgen die Meraner Festspiele nicht nur dafür, dass neue Theaterstücke zur Geschichte und Zeitgeschichte unseres Landes entstehen, sondern bringen diese auch auf die Bühne. Auch heuer wird wieder ein einzigartiges Zeitdokument des Südtiroler Dramatikers Luis Zagler präsentiert, das in einer großartigen Aufführung die Menschen begeistert. In seiner kurzen Einführungsrede betonte Philipp Genetti, der Präsident der Meraner Festspiele, am Premierentag: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute hier zusammen sind.“ Damit wollte er deutlich machen, dass wir uns freuen können, dass wieder ein Stück Normalität eingekehrt ist und Freilichttheater angeboten werden. Das spürte man auch im Publikum.

Umso erfreulicher war es, dass die Veranstalter auch heuer wieder zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur begrüßen konnten. Darunter Landtagsabgeordnete Jasmin Ladurner, Hanspeter Staffler und Josef Unterholzner. Vizepräsident des Südtiroler Gemeindeverbands und jüngster Bürgermeister von Südtirol Dominik Oberstaller aus Welsberg-Taisten, die Bürgermeisterinnen von Montan und Schenna, Monika Hilber Dalvai und Annelies Pircher, sowie Bürgermeister Wolfgang Oberhofer aus Tramin. Von überall her waren sie gekommen, um sich das einzigartige Schauspiel anzusehen. Reichlich vertreten waren auch Vertreter der Politik in Meran, Merans Alt-Bürgermeister Rösch mit seiner Frau, Katharina Zeller und Reinhard Baur, Dario Dal Medico, sowie Seniorenvertreter Otto von Dellemann und Alt-Stadtgemeinderätin von Meran Traudl Götsch. Gabriele Pircher, die Bereichsdirektorin der Gärten von Schloss Trauttmansdorff betonte in ihrem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit den Meraner Festspiele und ihre besondere Freude über die einzigartige Kulturinitiative, die in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in unmittelbarer Nachbarschaft der Botanischen Gärten gezeigt wird.

Foto: Stephan Pircher.

Was das Publikum zu sehen bekam, war ein packendes Schauspiel, in dem die großen Themen der Geschichte und auch der Gegenwart auf eindrückliche Art und Weise gezeigt werden. Die zahlreichen Konfliktfelder verzahnen sich in diesem Schauspiel auf eine so faszinierende Art ineinander, dass daraus ein richtig spannender Theaterabend entsteht, nicht zuletzt auch durch die großartigen Lichteffekte, die die rund eineinhalbstündige Theateraufführung wie zu einem Kinobesuch im Freien werden lassen.

Wie angekündigt, sind in diesem Jahr nur Südtiroler Schauspieler zu sehen. Doch die überzeugen auf der ganzen Linie. Herausragend Oliver Pezzi, Ruth Kofler, Paul Tappeiner, Karin Lintner und Robert Bernardi, wie auch die Jungdarsteller Max Tschager und Valentina Mölk. Diese Uraufführung ist sowohl für den anspruchsvollen Theaterbesucher wie auch für geschichtsinteressierte Menschen in unserem Land zu empfehlen. Interessant ist diese Freilichtaufführung in Meran aber auch für die vielen Gäste. In jedem Fall ist es für uns alle wieder eine Gelegenheit, um Kultur zu erleben und sich einen schönen Abend zu gönnen, wie wir das in unserem Land bereits seit Jahrzehnten gewohnt sind, wie es in dieser besonderen Form aber nur bei den Meraner Festspielen zu erleben ist. Dass dazu auch die romantische Atmosphäre hinter der bekannten Hochzeitskirche St. Valentin wesentlich beiträgt, sei nicht verschwiegen. Wenn vor und nach den Aufführungen auch heuer wieder Südtiroler Spezialitäten serviert werden, ist das für die Besucher der Aufführungen ein besonderer Genuss. Dazu bietet sich der Platz unter der riesigen Pinie auch an.

Die nächste Aufführung findet am kommenden Montag, den 5. Juli statt, weitere Aufführungen dann am 6., 7., 8., 9., 10., 12., 14., 15., 17., 19., 20. und 21. Juli 2021.

Karten können entweder online unter www.meranerfestspiele.com oder über die Tickethotline 0473 428388 reserviert werden. Kartenvorverkaufsstellen sind auch die Tourismusvereine Schenna, Marling, Partschins/Rabland, Algund, Hafling und Passeiertal. Auch hier können Sie sich ihre Karten reserviert.

Besucher brauchen keinen Pass und es herrscht auch keine Maskenpflicht. Die Meraner Festspiele vergeben wesentlich weniger Sitzplätze. Die Reihen auf der Tribüne werden nur zur Hälfte besetzt, um den gebotenen Abstand zu garantieren. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten auch, wenn ab 19.00 Uhr Südtiroler Spezialitäten angeboten werden. Beginn der Vorstellung: 21.00 Uhr. Dauer: 1 Stunde 40 Minuten. Gratisparkplätze auf den oberen Parkplätzen der Gärten von Trauttmansdorff.

Von: lup

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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1 Kommentar auf "Großer Erfolg der Premiere „Die Großen von gestern“"


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PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
1 Monat 1 Tag

Ich war dabei und gestehe, dass Schauspieler und Regie überzeugten. Diese Darbietung in guter Choreographie war schon bemerkenswert. Das Stück selbst aber, der Inhalt wie die Sprache, ist mehr nur nur dürftig, da hätte man sich wahrlich mehr erwartet. Da ist keine Spannung, auch vermisste ich Höhepunkte, Scharniere sowieso. Nun denn, ein sehr, sehr mässiges Stück.

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